Altersvorsorge Aktien: So sollte man die private Alterssicherung angehen!

Altersvorsorge durch Aktien, statt sich auf die Rente zu verlassen? Die klassische Rente von heute hat Ihren Ursprung aus dem Jahr 1889, als das Deutsche Reich noch existiert hat. Sie gilt seitdem als eine Altersvorsorge für diejenigen, die ein bestimmtes Alter erreicht haben. Es handelt sich dabei um einen sogenannten gemeinsamen Topf, in den die Arbeiter so lange einzahlen, bis sie in die Rente geschickt werden.

Die ältere Generation, die den Renten Status irgendwann erreicht, bekommt aus demselben Topf monatlich Geld ausgezahlt, um die eigene Existenz am Leben zu erhalten. Der Zweck des Ganzen ist, die ältere Generation nach jahrelanger Arbeit zu entlasten.

Die Rente wird nicht ausreichen

Wenn du dich auf ein altes System verlässt, hast du keine Garantie. Es ist gut möglich, dass die Rente in deinem Rentenalter nicht mehr für dich ausreichen wird.

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Doch warum ist das so und warum solltest du selbst aktiv bei deiner Altersvorsorge werden? Die nachfolgenden Abschnitte werden dir das nun genauer erklären.

Warum ist das System überholt?

Die Gesellschaft ist seit der Einführung der Rente gewachsen und hat sich weiterentwickelt. Doch das System der Rente hat sich kaum verändert. Leider wird auch deutlich, dass es immer aussichtsloser wird, sich nur auf die Rente zu verlassen.

Da es sich bei der Rente um einen gemeinsamen Topf handelt, in den die Arbeiter Geld einzahlen und aus dem die Rentner ihr Geld bekommen, wird es immer kritischer. Der Grund dafür ist, die wachsende Bevölkerung und das Wachstum des durchschnittlichen Alters.

Wodurch entsteht das Ungleichgewicht?

Das eigentliche Problem ist, dass es immer mehr Rentner und immer weniger Arbeiter gibt. Dieses Ungleichgewicht sorgt dafür, dass ein einzelner Arbeiter für immer mehr Rentner sorgt. Dadurch, dass in den Topf weniger Geld reinkommt und es immer mehr ältere Menschen gibt, muss eine geringere Summe durch eine immer höhere Anzahl geteilt werden.

Da sich die Zahlen weiter verändern, kannst du dir wahrscheinlich schon denken, dass die Rente jedes Jahr immer weiter abnimmt.

Warum sollte man die Verantwortung selbst übernehmen?

Klug wäre es die finanzielle Verantwortung selbst zu übernehmen. Wenn du die Verantwortung für deine Rente aber dem Staat überlässt, wirst du die Konsequenzen irgendwann am eigenen Leib erfahren müssen.

Und wenn es dann so weit ist, wirst du leider nicht viel unternehmen können. Im schlimmsten Fall wirst du dir in der Rente vielleicht noch einen Job suchen müssen, weil das Geld nicht ausreichen wird.

Warum reicht nur zu sparen nicht aus?

Vielen Menschen, die sich mit der Altersvorsorge beschäftigen, stoßen immer wieder auf das Thema Sparen. Doch wie effektiv ist diese Methode? Natürlich ist es nicht verkehrt einen bestimmten Prozentsatz im Monat zur Seite zu legen und diesen Prozess bis zur Rente zu betreiben. Doch wie sieht es mit der Inflation aus?

Wenn du dein Geld jeden Monat zur Seite legst und anfängst, eine Geldmenge für später anzuhäufen, wird dir die Inflation einen Strich durch die Rechnung machen. Jährlich würde dein Geld im Durchschnitt 2 % an Wert verlieren und es würde nach einem Zeitraum von 20 Jahren einen Riesen Unterschied machen. Somit würdest du in 20 Jahren vielleicht eine große Menge an Geld besitzen. Aber die Preise für Produkte und Dienstleistung, die sich jährlich durch die Inflation erhöht haben, werden dein Geld wertloser machen.

Geld investieren

Du solltest dich weder auf die Rente verlassen, noch durch das Sparen dein Geld der Inflation ausliefern. Die Lösung ist es dein Geld richtig anzulegen, um es über die Jahre für dich arbeiten zu lassen.

Doch wie genau legst du dein Geld am besten bei der Altersvorsorge an? Genau diese Frage werden dir die nächsten paar Abschnitte grundlegend beantworten.

Wie wird Geld angelegt?

Die Lösung gegen die Inflation wäre, wenn du dein Geld clever anlegen würdest. Somit würde sich dein Geld jährlich prozentual vermehren und würde dadurch die Inflation überwinden. Hierfür eignen sich am besten Aktien und ETFs.

Bei Aktien kaufst du einen Teil eines bestimmten Unternehmens und stellst diesem Unternehmen somit Geld zur Verfügung. Mit diesem Geld kann das Unternehmen die Arbeiter und die Weiterentwicklung bezahlen, um wertvoller zu werden.

Wenn ein Unternehmen anfängt zu wachsen und besser zu wirtschaften, steigt der Aktienkurs an der Börse. Wenn du eines Tages die Aktien verkaufen möchtest, wird die Differenz zwischen der Kaufsumme für eine Aktie und dem aktuellen Kurs dein Gewinn pro Aktie betragen.

Was bedeutet Diversifikation?

Natürlich kann es auch passieren, dass ein Unternehmen pleite geht und somit dein Geld weg ist. Deshalb solltest du niemals dein ganzes Geld in ein einziges Unternehmen investieren, weil es zu riskant ist. Hierbei empfiehlt sich die Methode der Diversifikation, um das Risiko zu minimieren.

Bei der Diversifikation geht es um die Aufteilung deines Kapitals. Durch diese Aufteilung wird dann in verschiedene Aktien investiert. Wenn eins der Unternehmen mal insolvent gehen sollte, wäre nur ein Teil deines Geldes weg.

Es ist empfehlenswert, in Unternehmen zu investieren, die großes Potenzial nach oben haben. Hierfür eignen sich am besten technische Unternehmen.

Was sind ETFs?

Wenn es um Diversifikation geht, sind ETFs ein wichtiger Stichpunkt. Hierbei handelt es sich um ein Bündel von Aktien. Wenn du in ETFs investierst, bist du automatisch breit gestreut.

Wenn es einem Unternehmen innerhalb des ETFs mal nicht so gut gehen sollte, wird dieses ETF zwar erst mal fallen. Doch langfristig wird es sich immer wieder erholen und auch einen höheren Kurs erreichen, weil die anderen Unternehmen für einen Ausgleich sorgen. Für die Altersvorsorge wäre es sinnvoll das eigene Geld auch in ETFs anzulegen, um das Risiko zu senken.

Wofür dient eine Portfoliostruktur?

Eine Fußballmannschaft wird nur dann gewinnen, wenn sie vernünftig aufgestellt ist. Du kannst zwar alles auf Sturm setzen, doch wenn es nach hinten losgeht, wirst du alles verlieren. Eine gute Verteilung ist der Schlüssel.

Ray Dalio, einer der bekanntesten Investoren der Welt, hat durch eine gut durchdachte Portfoliostruktur in der Finanzkrise 2008 nur 2 % Verlust gemacht, während alle anderen fast ihr ganzes Kapital verloren. Seine Allwetterstrategie ist so gut, weil er die Macht der Diversifikation erkannt und konsequent umgesetzt hat.

Wie sieht ein gute Aufteilung aus?

Wie du dein Kapital letztendlich aufteilst, bleibt dir überlassen. Doch dafür solltest du dich vorab informieren oder dich von einem Experten beraten lassen. Sinnvoll wäre es wie Ray Dalio zu machen. Er hat nicht nur in Aktien und ETFs investiert, sondern auch in Rohstoffe, Gold und Staatsanleihen.

Diese breite Streuung ist das Geheimnis seines Erfolgs. Gelegentlich braucht er nur paar mal im Jahr in sein Portfolio zu schauen, um die prozentuale Aufteilung zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Altersvorsorge einrichten

Damit du dich um deine Altersvorsorge kümmern kannst, brauchst du einen passenden Broker und ein automatisiertes System. Nur so kannst du deine Aktien Altersvorsorge ideal angehen.

Worauf sollte man beim Broker achten?

Damit du dich um deine Altersvorsorge kümmern kannst, brauchst du einen Broker. Bei einem Broker ist es wichtig, auf die Gebühren zu achten. Hierzu zählen Kontoführungsgebühren und Gebühren, die bei Transaktionen entstehen.

Du solltest dir einen Broker aussuchen, bei dem du so wenig wie möglich an Gebühren zahlst, weil diese Gebühren sonst deine Gewinne auffressen werden.

Wie sieht es mit der Sicherheit aus?

Damit deine Anlagen sicher sind, solltest du überprüfen, ob das Geld auf deinem Depot versichert ist. In der Regel ist das Kapital bei den meisten Banken bei bis zu 100.000 Euro versichert. Es wäre nicht verkehrt sich mal über die Bank und dein Depot vorab zu informieren, bevor du eine Entscheidung triffst.

Wenn du eine Bank gefunden hast, die deinen Bedürfnissen entspricht und bei der du dir sicher bist, dann solltest auch dort dein Depot eröffnen.

Wie viel solltest du anlegen?

Je nachdem wie viel du verdienst, solltest du dich für einen Prozentsatz deines Einkommens entscheiden. Diesen Prozentsatz könntest du dann per Dauerauftrag auf dein Depot überweisen lassen, um den Prozess zu automatisieren. Am besten eignen sich hierfür 10 – 20 % deines Verdienstes, damit du deinen Lebensstil nicht groß einschränken musst.

Es kann sein, dass es dir am Anfang etwas schwerfallen wird, mit weniger Geld im Monat aus zukommen. Doch das ist eine Sache der Gewöhnung. Nach einer Zeit wirst du es nicht mal mehr bemerken.

Wie automatisierst du Prozesse?

Um so wenig Zeit wie möglich aufzuwenden, kannst du auch Prozesse auf deinem Depot automatisieren. Sobald das Geld von deinem Girokonto auf deinem Depot per Dauerauftrag landet, kannst du automatisches Investieren einrichten, wenn dein Broker diese Funktion anbietet.

Wenn du deine Portfoliostruktur erstellt hast und auch weißt, wie viel monatlich auf dein Depot überwiesen wird, kannst du dieses Geld ebenfalls prozentual verteilen.

Auch kannst du das Investieren an eine andere Person deines Vertrauens delegieren, in dem du dieser Person eine Kontovollmacht (siehe auch: Unterschied Kontovollmacht Vorsorgevollmacht) erteilst.

Wenn du etwas älter bist, wäre es nicht verkehrt einer Person deines Vertrauens auch eine Vorsorgevollmacht zu erteilen. Diese erlaubt es, der Person deines Vertrauens in einer Notsituation wichtige Entscheidungen für dich zu treffen.

Warum wirst du unabhängig?

Im Vergleich zur klassischen Rente kannst du dich mit deiner eigenen Altersvorsorge komplett unabhängig machen. Du kannst selbst entscheiden, ab welchen Zeitpunkt du nicht mehr zu arbeiten brauchst.

Wenn du genug angelegt hast und sogar eine jährliche Rendite von 8 – 12 % erzielst, kannst du viel früher in Rente gehen und deinen Lebensstil durch Dividenden finanzieren.

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