Die richtige Diversifikation und Streuung bei der Aktienwahl

Im diesem Artikel konntest du deinen Anlegertyp feststellen. Jetzt erfährst du, unter welchen Werten du auswählen kannst. Denn nur, wenn man mit einer Geldanlage ruhig schlafen kann, hat man die richtige Wertewahl getroffen.

1. Konservative Werte:

Große Standard-Aktien wie IBM, DaimlerChrysler, Deutsche Bank, also die meisten DAX– und MDAX-Werte sowie internationale „Blue Chips“ (= Weltkonzerne) sind konservativ. Die Gefahr eines Totalverlustes und die Kursschwankungen sind relativ gering.

In solche Werte kann man als Anfänger ohne großes Risiko aber bei guten Renditen investieren.

2. Spekulative Werte

Fast alle deutschen Nebenwerte sind spekulativ, weil sie stärker schwanken können, vor allem der TecDAX mit seinen Kurssprüngen. Hier kann es schon einmal zu 20, 30 oder sogar 50 Prozent Gewinn oder Verlust binnen einiger Wochen kommen.

In diese Aktien sollte man nicht alles hineinstecken und sie vor allem nicht aus dem Auge lassen. Gute Nerven sind nützlich, denn vorübergehende Verluste sind auch bei guter Auswahl hier immer möglich. Langfristig können diese Anlagen stolze Gewinne bringen.

Für Anleger, die ihr Depot nicht ständig beobachten sind diese beiden Wertekategorien mit guter Renditechance (mit DAX-Werten sind gelegentlich 100 Prozent im Jahr möglich) sicherer, als diese:

3. Hochspekulative Werte

Werte mit sehr hohen Schwankungen und hohen Bewertungen sind hochspekulativ. Sie sind meist sehr markteng (d. h. kleine Käufe und Verkäufe können zu extremen Kursschwankungen führen) und reagieren auf Meldungen mit heftigen Kursausschlägen. Internetaktien sind das beste Beispiel. Selbst bei den Großen der Branche sind Kurssprünge von mehr als 10 Prozent am Tag normal.

Bei diesen Aktien sind Verluste ab 30 Prozent einzuplanen. Deshalb muss man sie täglich beobachten und sich ständig über das Unternehmen informieren. Man sollte niemals das komplette Vermögen in hochspekulative Werte investieren. Als Beimischung sind sie jedoch bestens geeignet.

4. Lotterieähnliche Werte

Aktien von Unternehmen, die vom Konkurs bedroht sind oder ausländische Nebenwerte, die durch Gerüchte hochgejubelt wurden, gehören zu den lotterieähnlichen Werten. Bei Konkurs oder wenn Gerüchte in die Welt gesetzt werden, ist bei den meisten dieser Klasse ein Totalverlust oder ein Verlust ab von 30 – 50 Prozent möglich. Anfänger sollten hiervon die Finger lassen, denn selbst für Profis sind diese Werte „heiße Eisen“.

Fazit:

Es ist ratsam, zumindest eine gewisse Basis des Depots in „sichere“ Werte zu stecken, damit ein langfristig gesicherter Vermögenszuwachs vorhanden ist. Je nach Risikobereitschaft und Engagement kann ein Teil des Depots in riskantere Werte investiert werden, keinesfalls aber mehr als 1 oder 2 Werte aus der letzten Kategorie (und auch das „mehr zum Spaß“), maximal die Hälfte des Depots in Werte ab der Kategorie spekulativ.

Alles darüber ist im Sinne einer halbwegs vernünftigen Chance/Risiko-Abwägung für unerfahrene Anleger nicht mehr zu verantworten.

5. Sonderkategorie: Außerbörsliche Werte

Man unterscheidet zwischen im Telefonhandel gehandelten und nicht notierten Werten. Es gilt: Äußerst vorsichtig agieren. Die Risiken sind durch die sehr unsichere Bewertungshöhe schwer zu kalkulieren, außerdem sind meist kaum definitive Fakten zu bekommen, außer vom Unternehmen selbst.

Deshalb nur sehr kleine Depotanteile in diese chancenreich-riskanten Werte stecken. Vor allem die schwere Veräußerbarkeit ist im Notfall ein großes Problem, da auch im Telefonhandel kaum Umsatz stattfindet, ohne Notiz müsste man selber einen Käufer suchen, was in beiden Fällen kaum einschätzbare Kurse bedeuten kann.

 

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