Musterdepots als Übungsplatz für die Börsewelt

Du willst in Aktien investieren? Um schnell etwas dazu zu verdienen oder zur Pensionsvorsorge? Hier erfährst du, was du besser vorher wissen solltest.

Ein Portfolio oder Portefeuille ist der Gesamtbestand der Wertpapiere, die ein Kunde oder Investmentfonds besitzt. Die Entscheidung, wie so ein Portfolio zusammengesetzt werden soll, ist natürlich für Börseeinsteiger nicht immer einfach. Solltest du besser in eine Aktie oder in mehrere investieren, in eher sichere oder eher riskantere Titel, und wie viel Geld solltest du überhaupt in die Hand nehmen?

Als eine Art Übungsplatz für die Börsenwelt gibt es so genannte Muster-Portfolios oder Musterdepots, in deren Rahmen du zum Beispiel Käufe und Verkäufe in bestimmten Werten online simulieren kannst. Damit kannst du zu Übungszwecken und ohne Risiko bestimmte Anlagestrategien testen, aber natürlich auch dein vielleicht bereits bestehendes reales Depot nachbilden und immer wieder nachschauen, wie es darum steht.

Welche Aktien soll ich kaufen?

Dafür gibt es keine Grundregel, und den wirklich „heißen Tipp“ gibt es leider viel zu selten. Entscheidend für deinen Erfolg ist die Wahl des Zeitpunktes für den Aktienkauf. Der größte Profit winkt dir, wenn du Aktien zum niedrigsten Kurs kaufst und zum höchsten wieder verkaufst. Diesen Zielen kommen nur Informierte näher: Wenn du an wirtschaftlichen Nachrichten interessiert bist und die aktuellen Entwicklungen regelmäßig verfolgst, hast du gute Voraussetzungen, um beim Aktienkauf die richtige Wahl zu treffen.

Wo kann ich Aktien kaufen?

Am Besten gehst du zum Geldinstitut deines Vertrauens, wo du dich bei einem Wertpapierberater über momentan günstige Einstiegschancen informierst. Wenn du aber bereits ein Gespür hast, bei welchen Aktien demnächst interessante Gewinne zu erwarten sind, erledigt die Bank oder dein Online-Broker den entsprechenden Kaufauftrag.

Dabei ist es sinnvoll, ein „Limit„, also den Höchst- oder Tiefstkurs zu nennen, bis zu dem der Auftrag gilt und er überhaupt ausgeführt werden soll. Nach dem Kauf werden die erworbenen Aktien einem Wertpapier-Depotkonto gutgeschrieben – vergleichbar einem Girokonto, über das du beliebig verfügen kannst.

Mit welchen Spesen musst du rechnen?

Beim Aktienkauf musst du neben dem eigentlichen Kaufpreis, der sich am aktuellen Kurswert der Aktie orientiert, auch Spesen bezahlen. Als Obergrenze gelten 1,25 Prozent des Kurswertes. So genannte „Diskount-Broker“, die sonst keine Serviceleistungen bieten, verlangen oft nur die Hälfte oder weniger dessen, was bei Banken üblich ist. Inzwischen bieten aber auch alle großen Banken Discount-Brokerage an.

Für die Verwaltung und Verwahrung der Aktien verlangen Geldinstitute eine Depotgebühr, die bei Großbanken für inländische Papiere in aller Regel jährlich zwei Promille des Kurswertes (plus MwSt) und bei ausländischen Titeln gewöhnlich fünf Tausendstel des Kurswertes plus MwSt beträgt.

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