Was genau sind Aktienoptionen?

Ein Aktienoptionsschein ist ein derivativer Wert, d. h. er bezieht seinen Wert aus einer dem Schein zugrunde liegenden Aktie. Ungleich einer Aktie verbrieft eine Option keinen Anteil am Firmenvermögen, sondern begründet das Recht, Aktien eines bestimmten Unternehmens an einem bestimmten Tag (oder während eines bestimmten Zeitraumes) zu kaufen oder zu verkaufen. Der Kauf eines Optionsscheins verpflichtet aber nicht zum Kauf oder Verkauf, sondern gibt nur das Recht dazu, die Option auszuüben.

Was ist ein Call/Put?

Aktienoptionsscheine unterteilen sich in zwei Kategorien. Die Optionsscheine der ersten (und häufigsten) Kategorie verbriefen das Recht, Aktien eines Unternehmens an einem bestimmten Tag (oder während einer beststimmten Periode) zu kaufen. Diese nennt man Calls. Optionsscheine, die das Recht an einem bestimmten Tag zu verkaufen begründen, nennt man Puts.

Gibt es einen Optionsschein auf Unternehmen XY?

Trotz der relativ hohen Gesamtzahl von Aktienoptionsscheinen (z. B. ca. 2500 Calls auf deutsche Aktien) beschränken sich die dem Schein zugrunde liegenden Werte auf die jeweils größten Unternehmen eines Landes. In Deutschland sind dies die 30 DAX-Werte. Dazu kommen jedoch noch einige (wenige) Optionsscheine auf andere große Unternehmen, die z. B. am SDAX notiert sind.

Welche Typen von Aktienoptionen gibt es?

Generell sind alle Optionsscheine (engl. warrants) derivative Werte, d. h. sie beziehen ihren Wert aus der (den) Aktien, die dem Schein zugrunde liegen. Ein einfacher Optionsschein ist insofern ein fiktiver Wert, da ihm nicht unbedingt tatsächlich vorhandene Aktien zugrunde liegen müssen. Wird ein Optionsschein auf ein tatsächlich vorhandenes Aktienpaket begeben, so nennt man dies einen covered warrant.

Der nächste Optionstyp sind die sog. Baskets. In diesen Scheinen werden mehrere Aktien zusammengefasst. So berechtigen z. B. 100 Chemie Call Optionsscheine zum Kauf von 3 BASF, 3 Bayer, 3 Brenntag und 1 Lenzing Aktien. Unabhängig vom Kurs der einzelnen Aktien hat dieser Basket dann seinen eigenen Bezugskurs, in diesem Beispiel 500 Euro. Ähnlich wie bei Investmentfonds gibt es Baskets, die sich auf einzelne Industriezweige, Länder oder Regionen beschränken.

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