Was gibt es für verschiedene Futures?

Futures und Termingeschäfte haben schon eine lange Vergangenheit. Die klassischen Futures waren ursprünglich dazu gedacht, sich gegen zukünftige Risiken in Form von Preisschwankungen für zumeist landwirtschaftliche Produkte, wie beispielsweise Getreide, abzusichern. Später kamen verschiedene Futures auf Währungen, Indizes und Edelmetalle hinzu, die zu einer Professionalisierung des Geschäftes beitrugen. Im folgenden werden die wichtigsten Futuregruppen näher erläutert.

Waren-Futures

Waren-Futures, auch Commodities genannt, sind wie bereits erwähnt, die klassische Variante der Futures. Ursprünglich als Absicherungsinstrumente für landwirtschaftliche Produkte gedacht, haben sie bis heute einen weiterhin sehr hohen Stellenwert in den Futuresmärkten. Aufgrund ihrer zum Teil sehr hohen Volatilität erfreuen sie sich aber auch bei Spekulanten sehr hoher Beliebtheit.

Beispiele hierfür sind der mittlerweile fast allseits bekannte Schweinebauchfuture, der Sojabohnen-, Kaffee- oder Kakaofuture. Auch Rohstoff- und Edelmetallfutures kann man zu den Warenfutures zählen. Über Warenterminbörsen ist es in Deutschland möglich mit Waren-Futures zu handeln. Dort können beispielsweise Kartoffeln oder Schweine in Form von Futures gehandelt werden.

Devisen-Futures

Anfang der siebziger Jahre wurden die ersten Futures auf Währungen an der Chicago Merchantile Exchange (CME) gehandelt. Damit wurde der reine Warenfuturesmarkt um eine wertvolle Komponente ergänzt. Insgesamt erhöhte Wechselkursunssicherheiten innerhalb verschiedener Währungen ergaben die Notwendigkeit sich über derivative Finanzinstrumente gegen solche Schwankungen abzusichern. Der einem Devisenfuture zugrundeliegende Basiswert ist hierbei die jeweilige Währung. Auf die meisten Währungen können mittlerweile Futures gehandelt werden.

Zins-Futures

Mit dem Ende der harmonischen Geld- und Fiskalpolitiken und dem Übergang zu flexiblen Wechselkursen in den siebziger Jahren wurden auch die Zinssätze zunehmend volatiler. Um gegen diese erhöhten Schwankungsbreite abgesichert zu sein, wurden 1975 an der Chicago Board of Trade (CBOT) die ersten Zins-Futures eingeführt. Im Gegensatz zum Warenfuture wird nicht eine physische Ware wie z. B. Schweinebäuche, sondern ein Zinssatz gehandelt. Durch den Kauf eines Zins Futures kann man sich gegen steigende oder fallende Marktzinsen in der Zukunft absichern. Es wird generell zwischen kurz- , mittel- und langfristigen Zinsfutures differenziert. Der liquideste europäische Zins Future ist ohne Zweifel der Euro Bund-Future.

Index-Futures

Im Gegensatz zu anderen Futures haben Index-Futures keinen bestimmten Basiswert. Sie beruhen auf einem Korb von Aktien, die in einem Index repräsentiert werden. So gibt es Index-Futures beispielsweise auf den Dax, wie auch auf den amerikanischen S&P 500. Index-Futures sind mittlerweile sehr weit verbreitet, so dass es auf fast jeden Leitindex einen entsprechenden Future gibt. Zur Absicherung stellen sie ein geeignetes Instrument dar, da man sich mit ihnen sehr gut gegen das Gesamtmarktrisiko absichern kann. Neben der traditionellen Absicherungsfunktion sind besonders diese Art der Futures aufgrund ihrer hohen Liquidität und Schwankungsbreite ins Zentrum des Interesses von Spekulanten und Daytradern gerückt. Es kann hierbei auf spekulative Art und Weise an der Gesamtentwicklung eines repräsentativen Aktienpools partizipiert werden.

 

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