Wer handelt Futures und warum?

Die Marktteilnehmer an den Terminbörsen lassen sich in drei Gruppen unterteilen, die im Folgenden näher beschrieben werden.

Der Hedger

Der Hedger bleibt der Grundidee der Terminmärkte treu, indem er versucht mit Hilfe der dort handelbaren Derivate das Risiko unerwarteter Marktentwicklungen abzuwenden. Wenn zum Beispiel ein Anleger sein Depot, welches größtenteils Dax-Werte beinhaltet gegen Kursrückgänge absichern möchte, dann kann er dieses durch einen Verkauf des Dax-Futures erreichen. Verliert der Dax und damit sein Depot an Wert, dann gewinnt die Shortposition (der verkaufte Future) und je nach Anzahl der verkauften Futures, wird der Verlust im Depot durch den Gewinn im Future kompensiert. Mit Index-Futures werden in der Regel Depots gegen das Gesamtmarktrisiko, welches zum Beispiel durch konjunkturelle oder politische Faktoren beeinflusst wird abgesichert. Zur Absicherung einzelner Positionen gegen unsystematische Risiken (Risiken bezüglich der Unternehmung oder der Branche), eignen sich Optionen, da diese nahezu individuell ausgestaltet werden können.

Der Arbitrageur

Das eigentliche Arbitragegeschäft basiert auf der Ausnutzung von Kursunterschieden des gleichen Basiswertes an unterschiedlichen Handelsplätzen. Der Arbitrageur kauft einen Wert an einem Börsenplatz und verkauft ihn zum gleichen Zeitpunkt an einem anderen Börsenplatz, um im Idealfall risikofreien Gewinn zu erzielen.

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Da es für viele Futures, wie zum Beispiel beim Dax-Future, nur einen Handelsplatz gibt, ist diese Art der ursprünglichen Arbitrage nicht immer möglich. In den Futures-Märkten ist eine andere Art von Arbitrage anwendbar – die „Cash and Carry Arbitrage“. Hierbei wird der Terminkontrakt verkauft und am Kassamarkt zum gleichen Zeitpunkt gekauft oder umgekehrt. Am Beispiel des Dax würden Dax-Futures verkauft und ein Indexportfeuille, welches der Zusammensetzung des Dax entspricht, gekauft, da der Kauf des Index am Kassamarkt zur Zeit nicht möglich ist. Diese Arbitrage lohnt sich allerdings nur, wenn der Preis des Futures von seinem theoretisch richtigen Wert abweicht.

Der Arbitrageur erfüllt eine wichtige Funktion an den Märkten, indem er durch seine Aktivitäten solange Gewinnmöglichkeiten ausnutzt, bis ein fairer Futurepreis erreicht ist. Die Arbitragetätigkeit an der Eurex ist von ihrem Volumen nicht zu unterschätzen. Sie wird fast ausschließlich von Banken und institutionellen Marktteilnehmern betrieben.

Der Trader

Der Trader hat gewisse Erwartungen bezüglich der Preisentwicklungen von Märkten, und versucht, aus den ständigen Kursbewegungen mit Hilfe verschiedenartiger Strategien Gewinne zu erzielen. Er handelt aus spekulativen Motiven und geht ein größeres Risiko als alle übrigen Marktteilnehmer ein, weshalb sein Gewinnpotential auch um einiges höher ist. Aufgrund des erhöhten Risikos des Traders ist es für ihn unabdingbar, dass er über eine durchdachte Handelsstrategie und äußerste Disziplin verfügt, denn das Trading an den Future-Märkten wird nicht ohne Grund auch als Königsdiziplin des Handelns bezeichnet.

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