Was ist Forex?

Der Foreign Exchange Markt, der auch „Forex“ oder „FX“ Markt genannt wird, ist mit einem täglichen Umsatz von ungefähr US $5.000 Milliarden der größte Finanzmarkt der Welt. Der Devisenhandel ist gleichzeitige der Kauf einer Währung und der Verkauf einer anderen. Die Währungen der Welt befinden sich ständig in einem schwimmenden Wechselkurs und werden immer in Paaren (Euro/Dollar oder Dollar/Schweizer Franken) gehandelt.

Wo befindet sich der Hauptsitz des FX- Marktes?

Der FX- Handel hat keinen Hauptsitz wie die Aktien- oder Futuremärkte. Der FX- Markt wird als ein „Over the Counter„(OTC)- Markt oder Interbankenmarkt betrachtet, denn die Geschäfte finden zwischen zwei Parteien über das Telefon oder via eines elektronischen Netzwerkes statt.

Wer partizipiert am Forexmarkt?

Der Forexmarkt wird Interbankenmarkt genannt, weil er bis vor kurzer Zeit von Zentralbanken, Geschäftsbanken und Investmentbanken dominiert war. Der Prozentsatz anderer Marktteilnehmer wächst sehr schnell und umfasst mittlerweile große multinationale Gesellschaften, globale Geldmanager und private Spekulatoren.

Wann ist der FX- Markt für den Handel geöffnet?

Der Markt ist 24 Stunden geöffnet. Der Devisenhandel beginnt in Sydney und bewegt sich dann um die Welt, zuerst nach Tokio, dann nach Frankfurt, London und New York. Im Gegensatz zu anderen Finanzmärkten können Anleger auf, durch ökonomische-, soziale- oder politische Ereignisse verursachte Währungsschwankungen immer reagieren- tagsüber oder nachts.

Was sind die am häufigsten gehandelten Währungen in den FX- Märkten?

Die am häufigsten gehandelten oder liquidesten Währungen sind jene von Ländern mit stabilen Regierungen, angesehenen Zentralbanken und geringer Inflation. Zum jetzigen Zeitpunkt machen die großen Währungen US Dollar, Japanischer Yen, Euro, Britischer Pfund Sterling, Schweizer Franken und der Kanadische und Australische Dollar über 85 % der täglichen Transaktionen aus.

Benötigt man für das Forextrading viel Kapital?

Nein. Viele Broker fordert eine minimale Erstzahlung von USD $1.000. Kunden wird genehmigt Trades mit einer Hebelwirkung von 50:1 durchzuführen. Das bedeutet, dass Investoren mit einer Summe von US $2.000 Trades bis zu US $100.000 auszuführen können. Jedoch sollte man nicht vergessen, dass während diese Art der Hebelkraft es Anlegern erlaubt ihr Gewinnpotential zu maximieren, das Verlustpotential gleichermaßen groß ist.

Was ist Margin?

Margin ist eine Sicherheitsleistung oder Kaution, die der Händler für die gewünschte Geschäftssumme hinterlegt. Das bedeutet, dass dem Trader beim Kauf bzw. Verkauf einer Währung vom Dealingcenter ein kurzfristiger Kredit gewährt wird. Margin ist also kollateral für eine Position. Wenn sich der Markt gegen eine Position des Kunden bewegt, dann fordert der Devisen-Broker zusätzliche Gelder durch ein „Margin Call„. Wenn ungenügend Gelder verfügbar sind, schließt der Broker sofort die offenen Positionen des Kunden.

Was bedeutet es, eine „long“ oder „short“ Position zu haben?

In der Handelssprache ist eine „Long Position“ eine Position, in der der Händler eine Währung zu einem Preis gekauft hat und vorhat, sie zu einem späteren Zeitpunkt zu einem höheren Preis wieder zu verkaufen. In diesem Szenario profitiert der Anleger von einem steigenden Markt. Eine „Short Position“ ist eine Position, in der der Händler eine Währung in der Erwartung verkauft, dass sie an Wert abnimmt. In diesem Szenario profitiert der Anleger von einem fallenden Markt. Es ist jedoch wichtig sich daran zu erinnern, dass jede FX Position verlangt, dass ein Anleger in der einen Währung long und in einer anderen short ist.

 

Was ist der Unterschied zwischen einer „Intraday Position“ und einer „Overnight Position“?

„Intraday Positionen“ sind Positionen, welche nach den normalen Handelsstunden um 22:30 MEZ (16:30 EST) zu jederzeit während der 24 Stunden-Periode geöffnet werden.

„Overnight Positionen“ sind Positionen, welche nach den normalen Handelsstunden (22:30 EST) immer noch gehalten werden und die auf Grundlage von Zinssatzdifferenzen der Währungen automatisch zu konkurrenzfähigen Kursen in den Preis des nächsten Tages „gerollt“ werden

Was ist der Unterschied zwischen „Liquidität“ und „Volatilität“?

Volatilität ist ein statistisches Maß, welche die Preisbewegungen des Marktes innerhalb einer Zeitspanne misst. Die Volatilität ist hoch, wenn sich Preise in einem sehr kurzen Zeitraum dramatisch verändern.

Liquidität ist eine Marktbedingung, welche es großen Geschäften erlaubt mit nur geringem Effekt auf die Preisstabilität vom Markt absorbiert zu werden. Mit einem täglichen Handelsvolumen, welches 50 mal größer ist wie die New York Stock Exchange, gibt es immer Händler, welche bereit sind, eine Währung zu kaufen oder zu verkaufen und die damit die Liquidität sichern.

Was bewegt die Währungspreise?

Währungspreise unterliegen einer Reihe Faktoren, wie ökonomische und politische Bedingungen, Zinssätze, Inflation und politische Stabilität. Außerdem nehmen Regierungen manchmal am Forexmarkt teil, um den Wert ihrer Währungen entweder durch Überfluten des Marktes mit ihren Währungen zu senken oder umgekehrt viel zu kaufen um den Preis anzuheben. Dies ist Bekannt als eine so genannte „Zentralbanken Intervention“. Jede der genannten Faktoren, sowie große Marktorder können eine hohe Volatilität in Währungspreisen hervorrufen. Jedoch macht die Größe und das Volumen des Forexmarktes es jeder einzigen Entität unmöglich, den Markt für eine längere Zeitspanne zu führen.

Wie verwalte ich das Risiko?

Die allgemeinen Risiko Management Tools im FX-Trading sind die Limit- und Stop Loss Order. Eine Limitorder bestimmt den maximal zu bezahlenden Höchstpreis und den zu erhaltenen Minimalpreis. Eine Stopp Loss Order stell sicher, dass eine Position automatisch zu einem vorher bestimmten Preis liquidiert wird, um potentielle Verluste zu begrenzen, sollte der Markt sich gegen die Position des Investors bewegen. Die Liquidität des Forexmarktes garantiert, dass Limit- oder Stopp Loss Order ganz einfach ausgeführt werden können.

Welche Handelsstrategie sollte ich verwenden?

Währungshändler treffen Entscheidungen mit Hilfe von sowohl technischen Faktoren als auch ökonomischen Grundlagen. Technische Analysten verwenden Chartdiagramme, Trendlinien, Unterstützungs- und Widerstandslinien und zahlreiche mathematische Analysen um Handelsgelegenheiten zu identifizieren. Fundamentale Analysten dagegen, bestimmen die Preisbewegungen anhand von Interpretationen einer großen Vielfalt ökonomischer Informationen, Nachrichten und an die Regierung ausgegebenen Berichten und sogar durch Gerüchte.

Die dramatischsten Preisbewegungen treten jedoch dann auf, wenn unerwartete Ereignisse geschehen. Das Ereignis kann sich von einer Zentralbank, welche die Zinssätze erhebt bis zu einer politischen Wahl oder sogar einen Krieg erstrecken. Doch nichtsdestoweniger ist die Erwartung eines Ereignisses der ausschlaggebende Faktor, der den Markt bewegt und nicht das Ereignis selbst.

Wie oft werden Trades ausgeführt?

Die Handelsaktivität wird jeden Tag von den jeweils aktuellen Marktbedingungen bestimmt. Der kleine bis mittlere Durchschnittshändler führt 10 Trades pro Tag aus. Durch die geringe Flatfee von Online-Forex-Brokern können Kunden jedoch so viele Trades pro Tag ausführen wie benötigt, ohne sich um übermäßige Geschäftskosten sorgen zu müssen.

Wie lange werden Positionen gehalten?

Als eine allgemeine Regel gilt, dass eine Position so lange gehalten wird, bis eine der folgenden Situationen auftritt:

  1. Realisierung von ausreichendem Gewinn aus einer Position;
  2. die bestimmte Stopp-Loss Order wurde ausgeführt, oder
  3. Eine andere Position wird identifiziert, welche ein Besseres Gewinnpotential zu haben scheint und du brauchst diese Gelder.

Wo bekomm ich mehr Infos zum Forexhandel?

Im Forex-Informationsartikel hab ich dir mehrere Artikel über den Forexmarkt und Forexhandel bereitgestellt. Um ein praktisches Verständnis vom Devisenhandel zu gewinnen, gibt es aber keinen besseren Weg, als ein kostenloses Demo-Konto zu eröffnen. Mit einem Demo-Konto kannst du ohne einen einzigen Cent deines Geldes riskieren, das Gefühl, im Forexmarkt zu handeln live erleben. Außerdem bieten einige Devisen-Broker exklusive Schulungen für Interessierte Kunden an, die gerne professionelle Strategien und Taktiken von Marktprofis erlernen wollen und somit zu eigenen FX-Profis werden möchten.

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