Bank Lexikon

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Was bedeutet XTF?

Mit XTF wird das Marktsegment der Deutschen Börse für Exchange Traded Funds bezeichnet. Es handelt sich um börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Xetra Active Funds dagegen ist das Marktsegment für aktiv verwaltete Investmentfonds. ETFs sind Fonds, die „passiv“ gemanagt werden. Das bedeutet, dass die Fondsverwaltung keine eigenen Anlageentscheidungen trifft. Stattdessen werden mit dem Geld der Anleger die im jeweils zugrunde liegenden Index …

Was sind Xetra Active Funds?

Xetra Active Funds ist das Marktsegment für aktiv verwaltete Investmentfonds. Sie werden im Gegensatz zu anderen Investmentfonds wie Aktien gehandelt also mit variablen Kursen. Für Xetra Active Funds findet während der Börsenhandelszeiten eine fortlaufende Kursbildung statt, während bei nicht an der Börse notierten Investmentfonds vom Management nur einmal täglich ein Preis ermittelt und bekannt gegeben wird. Anleger können bei XAF-Fonds …

Was ist eine Xetra-Goldanleihe?

Der Verlauf des Goldpreises in Euro bestimmt den Kurs dieser Papiere. Trotz des Begriffs „Anleihe“ gibt es keine Verzinsung. Eine Xetra-Goldanleihe spiegelt die Wertentwicklung des Goldpreises eins zu eins wider. Solche Papiere sind leicht zu handeln. Schon ab rund 30 Euro für ein Gramm Gold ist ein Kauf möglich. Sinnvoll sind jedoch etwas höhere Beträge, damit die Entgelte für den …

Was sind Wetterderivate?

Die vor allem in den USA gehandelten Wetter-Derivate stellen eine Spielart der Termingeschäfte dar. Hierbei handelt es sich um den standardisierten Handel mit Energie auf Termin. Genutzt werden hierzu Optionen und Futures-Kontrakte, die es den Käufern ermöglichen, eine bestimmte Menge an Energie zu einem bestimmten Preis zu einem Termin in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Der Handel mit …

Was ist der Wechselkurs?

Der Wechselkurs bestimmt den Außenwert einer Währung im Verhältnis zu anderen Währungen und damit ihre Kaufkraft im Ausland. Wegen unterschiedlicher Entwicklung der Wechselkurse und des Preisniveaus kann es sein, dass die Kaufkraft der Währungseinheit im Inland geringer oder größer ist als nach einem Umtausch in die Währung des jeweils besuchten Landes. Für Touristen oder Ruheständler, die sich im (Währungs-) ausland …

Was ist eine Tagesanleihe?

Jederzeit kündbare Einlagen privater Kunden bei der Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland. Private Sparer können nicht nur bei einer Geschäftsbank Tagesgeldkonten einrichten sondern auch beim Bund Tagesanleihen zeichnen und so von den dafür gezahlten Zinsen profitieren. Das Geld steht bei Bedarf rasch wieder zur Verfügung. Da der Bund als Schuldner hinter den Tagesanleihen steht, sind sie ebenso sicher wie Bundesanleihen. Die …

Was bedeutet Subprime?

Bezeichnung u. a. für minderwertige Wertpapiere, die zwar überdurchschnittlich hohe Zinsen bringen, wegen ihres hohen Risikos aber auch zu großen Schwierigkeiten führen können, wenn Banken, Versicherungen und andere Kapitalsammelstellen sich – verlockt von der hohen Rendite – zu stark in diesem Bereich engagieren. Da es für diese „Schrottanleihen“ und die daraus abgeleiteten „Wert“papiere keinen geregelten Markt gibt, merkte auch die …

Was sind Schwellenländerfonds?

Ein Aktienfondstyp der auf die Entwicklung von Volkswirtschaften in ehemaligen Entwicklungs- und Schwellenländern setzt. Dabei geht es vor allem um China, Brasilien, Malaysia, Südkorea, Indien oder Thailand. »Emerging Markets« lautet der international gebräuchliche Begriff für diese aufsteigenden Volkswirtschaften mit zum Teil hohen Wachstumsraten. Die Emerging Markets sind hoch empfindlich. Auch die jungen „Tigerstaaten“ können in ökonomische Schwierigkeiten geraten. Die oft …

Was ist eine Risikolebensversicherung?

Eine Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall die abgeschlossene Summe an die im Vertrag genannten Hinterbliebenen. Sie bietet vor allem Alleinverdienern eine gute und preiswerte Möglichkeit, die Familie oder andere Abhängige finanziell abzusichern. Sie ist deutlich billiger als eine Kapitallebensversicherung, da diese nicht nur bei vorzeitigem Ableben sondern auch bei Erreichen der vereinbarten Ablaufzeit ausgezahlt wird und daher eine Art Sparvertrag mit …

Was ist die Restschuldversicherung?

Eine Restschuldversicherung ist eine zusätzliche Absicherung für einen Kreditnehmer. Er hat die Möglichkeit, sein Darlehen beispielsweise gegen Tod, Unfall oder Krankheit abzusichern. Die Versicherungsgesellschaft begleicht im Todesfall die noch ausstehende Restschuld des aufgenommenen Darlehens beziehungsweise gewährt zusätzliche Leistungen wie eine Unfall- oder Krankenversicherung. Banken wollen sich bei der Kreditvergabe oft zusätzlich absichern und bestehen auf dem Abschluss einer Restschuldversicherung. Bei …

Was ist Ratensparen?

Wer auf ein bestimmtes Ziel hin sparen will, dem empfehlen die Kreditinstitute das Ratensparen. Dabei wird monatlich ein festgelegter Betrag – zum Beispiel 50 Euro – vom Girokonto auf ein Sparkonto überwiesen. Dabei gibt es einige Varianten. Die Zinsen werden entweder nach der Höhe der gesparten Summe gestaffelt oder setzen sich aus Festzins und einer Bonus- und/oder Prämienzahlung zusammen. Für …

Was ist eine Publikumsgesellschaft?

Bei einer Aktiengesellschaft wird von einer „Publikumsesellschaft“ gesprochen, wenn die AG keine Großaktionäre hat, denen wesentliche Teile des Gesellschaftskapitals gehören und die daher die Aktiengesellschaft beherrschen und das Management bestimmen können.Publikumsgesellschaften in diesem Sinne sind zum Beispiel die beiden Chemieunternehmen Bayer und BASF. Andere Beispiele sind die Deutsche Bank, die Commerzbank oder Siemens. Als Publikumsgesellschaften werden aber auch Aktiengesellschaften bezeichnet, …

Was ist ein Privatkredit?

Eine Geldausleihe unter Privatleuten, meist Verwandten, die nicht als Geschenk gedacht ist. Ein Kredit muss später zurückgezahlt werden. Ein Zins kann frei vereinbart werden, ebenso der Rückzahlungstermin. Wer einen Kredit braucht, muss nicht immer zu einer Bank gehen. Viele Kredite werden auch unter Verwandten, Freunden oder Bekannten vergeben. Ob dafür ein Zins verlangt wird oder ein fester Rückzahlungstermin vereinbart wird, …

Was bedeutet TAN?

Die beim Homebanking ist vielfach die Eingabe einer Transaktionsnummer erforderlich. Damit soll sicher gestellt werden, dass nur der Berechtigte Zugriff auf das Konto hat. Um überhaupt in das System zu gelangen muss zuvor noch die persönliche Identifikationsnummer (Pin) eingegeben worden sein. Das PIN/TAN-System, so die Aussage des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik kann bei richtiger Benutzung im Rahmen von …

Was bedeutet PIN?

Die persönliche Identifikationsnummer (Pin), die auf vielen Internetseiten zur Identifikation des zum Zugang berechtigten Nutzers erforderlich ist. Insbesondere beim Homebanking wird neben dem Benutzernamen immer auch eine Pin für den Zugang verlangt. Bei Überweisungen, Börsengeschäften u. a. wird zusätzlich eine Transaktionsnummer (TAN) benötigt, um Missbrauch durch Unbefugte oder kriminelle zu verhindern. Das PIN/TAN-System, so die Aussage des Bundesamtes für Sicherheit …

Was sind Nebenwertefonds?

Unter den vielen Sonderformen, die es im Bereich der Aktienfonds gibt spielten die Nebenwertefonds eine besondere Rolle. Hier handelt es sich um Fonds, deren Manager darauf spezialisiert sind, unter den kleinen (Small Caps) und mittelgroßen deutschen und europäischen Unternehmen (Mid Caps) die Perlen zu finden. Eine spezielle Form der Nebenwertefonds sind solche, die nach Unternehmen mit besonders hoher Dividendenrendite suchen. …

Was ist der Korrelationskoeffizient?

Ein statistisches Maß, das angibt, wie stark der Zusammenhang zwischen der Renditeänderung einer Aktie und der Renditeänderung des Gesamtmarktes ist. Mit Hilfe des Korrelationskoeffizienten lässt sich eine Aussage darüber treffen, ob ein vermeintlicher Zusammenhang zwischen der Renditeentwicklung einer Aktie und dem Gesamtmarkt tatsächlich besteht oder lediglich zufällig ist. Zusätzlich gibt der Korrelationskoeffizient an, ob dieser Zusammenhang positiv oder negativ ist. …

Was ist die Lohnsteuer?

Die Lohnsteuer ist keine eigenständige Steuer, sondern lediglich eine Form der Einkommensbesteuerung die ausschließlich bei abhängig beschäftigten Arbeitnehmern erhoben wird. Die Lohnsteuer wird direkt an der Quelle des Einkommens, also beim Arbeitgeber, erfasst und von ihm direkt an das zuständige Finanzamt abgeführt. Die Höhe der Lohnsteuer richtet sich im Wesentlichen nach dem zu erwartenden Jahreseinkommen. Zuviel oder zu wenig bezahlte …

Was ist Leasing?

Leasing ist im zivilrechtlichen Sinn ein Nutzungsüberlassungsvertrag oder ein atypischer Mietvertrag. Der Begriff hat in der öffentlichen Kommunikation jedoch überwiegend eine umfassendere Bedeutung als Finanzierungsalternative, bei der das Leasingobjekt vom Leasinggeber beschafft und finanziert wird und dem Leasingnehmer gegen Zahlung eines vereinbarten Leasingentgelts zur Nutzung überlassen wird.

Was ist eine Kommanditgesellschaft?

Eine häufig gewählte Rechtsform für Unternehmen. Die Kommanditgesellschaft (KG) gehört zu den Personalgesellschaften. Sie erlaubt aber dennoch eine Einschränkung der persönlichen Haftung für die Verbindlichkeiten des Unternehmens. Die Geschäfte werden von den haftenden Gesellschaftern geführt. Die Kommanditgesellschaft ist als Personalgesellschaft eine Sonderform der Offenen Handelsgesellschaft. Sie erlaubt es nämlich, dass nur ein Teil der Gesellschafter – mindestens einer – mit …

Was ist eine Hartwährung?

Von einer Hartwährung wird gesprochen, wenn eine Währung jederzeit, ohne behördliche Genehmigung in unbeschränkter Höhe am Devisenmarkt gegen ausländische Währungen getauscht werden oder unbegrenzt in Form von Bargeld (Münzen, Banknoten) über die Grenze gebracht werden kann. Allerdings müssen Deutsche dabei die Bestimmungen des Gesetzes gegen Geldwäsche beachten. Euro, US-Dollar, britisches Pfund oder japanischer Yen sind Beispiele für Hartwährungen, die unbeschränkt …

Was ist eine Weichwährung?

Hier handelt es sich um Zahlungsmittel eines Staates, die nicht an den Devisenmärkten unbeschränkt gegen fremde Währungen getauscht (konvertiert) werden können. Diese Währungen genießen international wenig Ansehen und werden als Weichwährungen bezeichnet. Bei beschränkt konvertierbare Devisen und Sorten (Münzen, Banknoten) erlaubt der Staat nur einen Umtausch in geringen Mengen oder auf Antrag und mit einer behördlichen Genehmigung. Die Beschränkung kann …

Was sind Gold-Termingeschäfte?

Rohstoff-Optimisten sind überzeugt, dass der Goldpreis angesichts begrenzter Ressourcen langfristig ein enormes Ertragspotenzial aufweist. Über Terminkontrakte auf Gold können Anleger sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Märkten Gewinnchancen nutzen. Immer wieder empfehlen Anlageberater den Handel mit Terminkontrakten – nicht nur bei Gold. Solche Papiere sind hochspekulativ und haben nichts mehr mit der Absicherung des Depots zu tun. Sie gehören …

Was sind Gold-Fonds?

Investmentfonds, die in Gold investieren. Sie setzen zumeist auf Goldminen. Das tut die Branche vor allen nach starken Kurseinbrüchen am Aktienmarkt. Gold-Fonds steigen im Wert wenn auch der Goldpreis in die Höhe geht – und umgekehrt. Wenn Anleger angesichts einer Wirtschafts- und Finanzkrise oder wegen einer Baisse an der Börse Aktien scheuen und ihre Ersparnisse umschichten, halten sie oft nach …

Was sind Gold-ETFs?

Solche börsengehandelten (Exchange Traded Fonds, ETFs) auf der Basis von Gold werden überwiegend im Ausland gehandelt, z. B. in der Schweiz. Sie bieten den Anlegern einen Ausfallschutz. Wird der Emittent zahlungsunfähig, besteht die Option für die physische Auslieferung des Goldes. Es gibt auch Fonds, die außer Gold noch weitere Rohstoffe, wie Platin und Silber beimischen, wie der DWS Gold plus …

Was ist die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)?

Die Gewinn- und Verlustrechnung stellt die Aufwendungen und Erträge eines Unternehmens während einer Rechnungsperiode gegenüber. Dargestellt werden Art, Höhe und Quelle der betreffenden Aufwands- und Ertragskomponenten. Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung ist der Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag. Er ist einer der wichtigsten Erfolgsindikatoren für die Bewertung von Unternehmen und deren Management. In der Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens werden die Aufwendungen …

Was ist Giralgeld?

Im Gegensatz zum Bargeld (Münzen, Banknoten) existiert Buchgeld nur auf Konten. Als Buch- oder Giralgeld werden nicht verbriefte Forderungen an die Zentralbank oder an Geschäftsbanken bezeichnet, das auf Konten verzeichnet ist. Zum Buchgeld werden die Guthaben der Geschäftsbanken oder großer Unternehmen und des Staates bei der Zentralbank gezählt. Dazu kommen Sichteinlagen von Nichtbanken (Privatleute, Unternehmen, Behörden) bei Geschäftsbanken. Charakteristisch für …

Was ist das Festgeldkonto?

Ein Festgeldkonto eignet sich für eine kurz- bis mittelfristige Anlage von Geldern, die in einem bestimmten Zeitraum nicht benötigt werden. Das Geld bringt höhere Zinsen, steht aber zur Bezahlung offener Rechnungen usw. im jeweiligen Zeitraum nicht zur Verfügung. Für alle, die einige tausend Euro kurzfristig anlegen wollen, lohnt sich häufig ein Festgeldkonto. Die Zinssätze liegen über denen, die auf Sparkonten …

Was ist ein Girokonto?

Die wichtigste Form des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Die auf Girokonten verbuchten Guthaben (Sichteinlagen) können jederzeit dazu genutzt werden, um fällige Zahlungsverpflichtungen durch Hergabe eines Schecks oder durch Überweisungen zu erfüllen (Giroverkehr). Dies geschieht durch einfaches Umschreiben des jeweiligen Betrages vom Konto des Schuldners auf das Konto des Gläubigers. Auch beim Wertpapierhandel spielt der Giroverkehr eine bedeutende Rolle. Giroeinlagen sind Guthaben auf …