Möglichkeiten zur Geldanlage: Fünf Alternativen im Überblick

In diesem Artikel möchte dir fünf Möglichkeiten zeigen, wie du dein Geld anlegen kannst.

Tagesgeld

Tagesgeld gehört zu den Klassikern der kurzfristigen Geldanlage und ermöglicht ein vergleichsweise hohes Maß an Flexibilität – wenn auch bei relativ geringer Verzinsung. Das so angelegte Geld steht bei Bedarf innerhalb eines Tages zur Verfügung und wird zu diesem Zweck auf ein Referenzkonto – meist ein ganz normales Girokonto – überwiesen. Der Kunde ist dabei nicht an feste Laufzeiten gebunden. Tagesgeld eignet sich daher gut zum kurzfristigen Zwischenparken von Geldbeträgen zum Zwecke des Inflationsschutzes.

Festgeld

Wird hingegen ein Festgeldkonto für zum Beispiel 40.000 Euro in Anspruch genommen, sollten Anleger vorher genau wissen, wie lange sie auf ihr Geld verzichten können. Ein wesentliches Merkmal dieser Anlagemethode besteht darin, dass das eingezahlte Kapital über die gesamte Laufzeit hinweg nicht zur Verfügung steht, dafür jedoch eine deutlich höhere Verzinsung als Tagesgeld einbringt. Festgeldkonten europäischer Banken bieten aufgrund der gesetzlich festgelegten Einlagensicherung, die üblicherweise 100.000 Euro oder auch mehr beträgt, ein hohes Maß an Sicherheit.

Crowdinvesting

Beim Crowdinvesting (auch als Equity-Based Crowdfunding bezeichnet) handelt es sich um eine noch relativ neue Methode der Geldanlage, die darauf abzielt, durch das Sammeln kleiner Beträge, sog. Mikro-Investitionen, von einer hohen Anzahl an Anlegern ein bestimmtes Projekt zu finanzieren. Sie gehört damit zum populärer werdenden Crowdfunding, bei dem es sich im Grunde um eine Finanzierungsmethode handelt. Der Anleger wird dabei selbst zu einem Teil der sog. Crowd, also einer Menge an Interessenten, die in ein Projekt investieren und im Idealfall an dessen finanziellen Erfolg beteiligt werden.

Crowdinvesting gestattet Anlegern eine weitreichende Streuung ihres zur Verfügung stehenden Kapitals auf eine Vielzahl an Projekten. So können Verluste, die bei einem Projekt entstehen, durch Gewinne bei anderen wieder ausgeglichen werden. Üblicherweise wird Crowdinvesting in vielen Branchen von Start-ups sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen als zinsgünstiges Instrument der Finanzierung genutzt. Investoren haben dabei die Möglichkeit, den Erfolg des Projektes zu beeinflussen, indem sie sich beispielsweise mit den Initiatoren des Projektes auszutauschen und diesen beispielsweise durch Erfahrungsaustausch Unterstützung zukommen zu lassen.

Indexfonds (ETF) Sparplan

Indexfonds bieten auch in zinsschwachen Zeiten noch eine gute Möglichkeit, Geld anzulegen. Gerade bei Sparplänen mit einer Laufzeit von 10 bis 15 Jahren bestehen gute Aussichten auf eine relativ hohe Verzinsung. Dabei wird regelmäßig, meist monatlich, ein bestimmter Betrag zurückgelegt bzw. auf das Konto eingezahlt. Als besonders günstig und transparent haben sich Sparpläne auf Aktien-Indexfonds erwiesen. Günstig sind sie auch deswegen, weil sie keinen Fondsmanager benötigen. Damit wird auch die Gefahr gebannt, dass ein Fonds schlecht verwaltet oder gar Fehlentscheidungen getroffen werden.

Bei den meisten Banken werden pro Monat mindestens 50 Euro eingezahlt. Von diesem Geld werden dann Anteile an Investmentfonds in Höhe der jeweiligen Einlage erworben. Dabei entsteht eine relativ hohe Streuung, die einen Ausgleich einzelner Wertminderungen bzw. Verluste ohne Probleme zulässt. Kann die Rate einmal nicht erbracht werden, können Anleger einfach die regelmäßige Zahlung aussetzen. Gleichwohl ist es möglich, diese auch zu erhöhen, wenn mehr Kapital als geplant zur Verfügung steht. Die im Sparplan enthaltenen Wertpapiere lassen sich zudem jederzeit wieder verkaufen.

Aktien

Gerade in Zeiten relativ niedriger Zinsen stellen Aktien eine geeignete Methode zum Inflationsschutz dar, die jedoch auch mit einem vergleichsweise hohen Risiko verbunden ist, da Aktienkurse auch kurzfristig starken Schwankungen unterlegen sein können. Um das Risiko eines Verlustes zu senken, empfiehlt es sich, das Kapital in Aktien möglichst vieler Unternehmen unterschiedlicher Branchen anzulegen. Trotz aller Krisen, die es in der Vergangenheit gab und die eine entsprechend hohe mediale Aufmerksamkeit auf sich zogen, gelten Aktien nach wie vor als renditestarke Anlage, die über den bloßen Werterhalt des Vermögens hinausgeht. Der Ertrag kann sowohl aus Kursgewinnen als auch durch die Auszahlung von Dividenden zustande kommen. Allerdings schütten nicht alle Unternehmen einen Teil ihrer erwirtschafteten Gewinne aus.

Die Entwicklungen an der Börse kann zwar niemand vorhersagen, aber global betrachtet kann dennoch von einem konstanten Wirtschaftswachstum ausgegangen werden – trotz aller Krisen. Eine wachsende Wirtschaft lässt auch die Gewinne der Unternehmen steigen, was sich wiederum positiv auf den Kurs der Aktien auswirkt. Die Einflussfaktoren sind jedoch vielfältig und gerade für Anfänger kaum zu überblicken. Zinsentwicklungen, Konjunkturdaten, politische Entwicklungen und oftmals irrationales Handeln anderer Anleger können jede Vorhersage gleich wieder zunichtemachen. Aus Gründen der Sicherheit sollte also immer nur ein Teil des zur Verfügung stehenden Kapitals in Aktien angelegt werden.

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