Depot Bank: Bei welcher Bank soll ich mein Depot eröffnen?

Da der “normale” Anleger nicht direkt und selbst mit Wertpapieren an der Börse handeln kann, muss er eine Bank, eine Sparkasse oder einen zugelassenen Wertpapierhändler zwischenschalten. Für diese Dienstleistungen nehmen die Geldhäuser eine Provision, die unterschiedlich hoch ausfällt. Anstelle traditioneller Kreditinstitute kannst du als Anleger natürlich deine Wertpapiergeschäfte auch über Direktbanken und Online-Broker tätigen. Die jeweiligen Vor- und Nachteile sind hier nachfolgend angegeben.

Die Wahl der richtigen Bank bei Aktiengeschäften ist ein wichtiges Kriterium für deinen zukünftigen Börsenerfolg. In Abhängigkeit deiner Absichten und Ziele bieten sich zahlreiche Orte zur Depoteröffnung- und führung. Ich unterscheiden deshalb 3 Kategorien:

Die Hausbank

Der Vorteil der Hausbank liegt eindeutig bei dem sehr persönlichen und individuellen Kontakt. Meist hat man dort seinen persönlichen Bankberater, der genauestens über deine finanzielle Möglichkeiten, deine Absichten und Ziele informiert ist. Hier hast du zudem auch die Möglichkeit, bei einfachen Fragen persönlichen Rat einzuholen.

Plus500
Plus500 Vorteile
  • Gute CFD-Handelsplattform
  • Kostenloses Demokonto möglich
  • 76,4 % der CFD Klein-Anlegerkonten verlieren Geld
Plus500 Button

Aber die Hausbank hat natürlich im Vergleich einige Nachteile. Obwohl du hier sehr individuell und persönlich beraten wirst, erhältst du hier meist keine umfassende und spezielle Aktienberatung. Der Schwerpunkt der Hausbank, insbesondere bei kleineren Filialen liegt oft z. B. nur bei der Kontoführung und Kreditvergabe und Aktien als Anlageformen werden eher nur als eine von vielen Anlageformen behandelt. Aus diesem Grund wirst du hier zwar persönlich aber nicht anlagespezifisch beraten, denn keiner der Beschäftigten kann sich ausschließlich nur mit Aktienanlagen beschäftigen. Daher wirst du hier auch sehr wahrscheinlich kein “heißen” Tipps oder ähnliches erhalten.

Ein weiterer negativer Aspekt von Hausbanken ist ihre Erreichbarkeit. Hausbanken schließen meist am Nachmittag, haben Mittagspausen etc. und aus diesem Grund ist es schwierig, kurzfristige Vorhaben umzusetzen.

Für wen eignen sich Hausbanken?

Wenn Hausbanken für eine Depoteröffnung in Frage kommen, dann ehestens bei langfristig orientierten Anlegern mit relativ wenig Erfahrung im Aktiengeschäft und denen eine direkte Bindung zur Bank in jeglicher Hinsicht wichtiger ist, als schnelles Handeln an der Börse.

Großbanken

Großbanken oder größere Zweigstellen anderer Banken bieten eine wesentlich speziellere Anlageberatung im Bereich Aktien an. Hier findest du auf Aktien spezialisierte Anlageberater, die sich intensiv mit diesem Bereich beschäftigen und über aktuelle Daten verfügen, die dir zu einer besseren Performance verhelfen können. Desweiteren sind die Öffnungszeiten kundenfreundlicher und erlauben dir eine flexiblere Anlagepraxis als das bei deiner Hausbank der Fall ist.

Aber auch Großbanken bieten dem Kunden nicht nur Vorteile. Aufgrund der besseren Verdienstmöglichkeiten der Großbank bei größeren Anlegern, kann es hier passieren, dass der “Kleinanleger” nicht in dem Umfang beraten wird, wie er es sich wünscht. Aufgrund der großen Anzahl der Anleger sind die Anlageberater zudem meist nicht über den jeweiligen Stand des einzelnen Kunden informiert. Desweiteren sind hier nicht unerhebliche Gebühren für Depotführung und Transaktionen zu zahlen.

Für wen eignen sich Großbanken?

Großbanken eignen sich für den Anleger mit Grundlagenwissen, die aber dennoch eine individuelle Beratung wünschen. Hier lassen sich bereits auch viele Transaktionen und Buchungen bequem von zu Hause aus erledigen. Der erfahrene Anleger mit Beratungswunsch und wenig Zeit für eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Medium Börse sollte sich also näher mit der Möglichkeit der Depoteröffnung bei Großbanken beschäftigen.

Direktbanken

Direktbanken haben gegenüber “herkömmlichen” Kreditinstituten zwei wesentliche Vorteile. Erstens permanente Zugangsmöglichkeiten via Telefon, Fax und Internet und zweitens ihr preislicher Vorteil. Der preisliche Unterschied ergibt sich aus der kostengünstigen Struktur – meist gibt es hierbei kein teures Filialnetz und zweitens erhält der Anleger keine Beratung. Ein großer Vorteil von Direktbanken ist die Möglichkeit des schnellen Agierens. Durch ihre vielfältigen Zugangsmöglichkeiten kann der Anleger hier innerhalb kurzer Zeiträume seine Transaktionen und Wertpapiergeschäfte ausführen und das meist 24 Stunden am Tag.

Direktbanken sind mehr oder weniger nur ausführende Organe, sie nehmen lediglich deine Aufträge entgegen ohne Überprüfung der jeweiligen Unternehmenslage und Beratung für den Kunden.

Für wen eignen sich Direktbanken?

Wer gänzlich auf seine Anlageberatung verzichten kann und das nötige Know-How besitzt um die Vorteile des schnellen Agierens bei Direktbanken nutzen zu können sollte sich mit der Depoteröffnung bei einer Direktbank befassen. Die preislichen Vorteile bei Transaktionen und Depotführung mögen zwar auf den ersten Blick nur vorteilhaft erscheinen, was nützen aber die geringen Einsparungen hierbei, wenn der Anleger viel höhere Verluste durch Fehlinvestitionen einfährt.

Fazit: Erfahrene und sichere Anleger, spekulative orientierte Anleger und Trader sollten sich mit dieser Möglichkeit näher fassen

Bewerte diesen Artikel
1 Stern2 Sterne3 Stars4 Sterne5 Sterne


Bis jetzt keine Bewertung
Loading...