Risikoklassen: Wie riskant ist meine Anlagestrategie?

In diesem Beitrag werde ich dir zeigen, wie du die Risiken und Chancen deiner Anlagestrategie richtig auswertest. Du erfährst, aus welchen Komponenten eine erfolgreiche Risikoallokation besteht – und wie die einzelnen Bausteine ineinander greifen.

Eine Regel gilt für alle Strategien: Je höher die angestrebte Rendite, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit eines möglichen Kursverlustes bis hin zum Totalverlust. Auf dem Lumina Blog kannst du einige seriöse Finanzanbieter finden, die dir helfen eine gute Rendite zu erzielen. Bevor du jedoch erfährst, wie du dein Geld erfolgreich anlegen kannst, zeigen ich dir vorab, welche Fehler tunlichst zu vermeiden sind.

Fehlervermeidung

  • Alles auf eine Karte setzen: Viele Sparer verteilen ihr Vermögen nur auf wenige unterschiedliche Aktien und andere Anlageklassen. Verliert eines dieser Produkte stark an Wert, droht ein finanzielles Desaster. Daher sollte das Vermögen auf viele Produkte, Regionen und Branchen verteilt werden.
  • Nur deutsche Wertpapiere kaufen: Das Gros der Privatanleger vermeidet beim Vermögensaufbau den Blick über die Landesgrenze. Dadurch steigt das Risiko – und die Rendite schrumpft.
  • Herdentrieb: Ein Phänomen, das vor allem zu Zeiten des „Neuen Marktes“ um die Jahrtausendwende zu beobachten war. Gekauft wurde alles, das auch nur im Entferntesten einen hohen Gewinn versprach. Als die Blase platzte, standen zahlreiche Sparer vor einem Scherbenhaufen. Daher gilt: Nur Produkte die verstanden werden und Aktien von Unternehmen, deren Geschäftsmodell hinterfragt wird, sollten in die engere Auswahl kommen.
  • Dem Finanzamt ein Schnippchen schlagen: Ein Ziel zahlreicher Anleger. Doch wer seinen Fokus ausschließlich aufs Steuersparen richtet, verliert den Blick für überzeugende und nachhaltig Gewinn bringende Anlageprodukte, die den individuellen Bedürfnissen entsprechen.

Risikoneigung

Das Prinzip ist einfach: Je höher die Risikoklasse und damit auch die Risikobereitschaft eines Anlegers, desto größer fällt zum einen die mögliche Rendite aus. Zum anderen steigt mit ansteigender Risikoklasse jedoch auch die Wahrscheinlichkeit kräftiger Kursverluste.

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So fahren Anleger mit einem sicheren Geldmarktfonds wohl kaum eine jährliche Rendite von 10 Prozent ein. Auf der anderen Seite tendiert die Wahrscheinlichkeit eines Kapitalverlustes gegen Null. Im Gegensatz dazu steht beim Handel mit Optionsscheinen der Aussicht auf mehrere hundert Prozent Rendite immer das Risiko eines Totalverlustes gegenüber.

Unterschieden werden Risikoklassen in 6 Stufen, wobei die höheren Risikoklassen stets die niedrigeren beinhalten:

Risikoklasse 1:

  • Festgeld, Tagesgeld, Spareinlagen, Europäische Geldmarktfonds, Termingelder
  • Anlageziel: Langfristiger und sicherer Vermögensaufbau mit Verzinsung auf Geldmarktniveau

Risikoklasse 2:

  • Anleihen mit guter Bonität, Festverzinsliche Wertpapiere, deutsche Rentenpapiere, Geldmarktnahe Fonds
  • Anlageziel: Risikobewusster langfristiger Vermögensaufbau mit Ertragserwartungen über dem Zinsniveau des Geldmarktes

Risikoklasse 3:

  • Euro-Auslandsanleihen, DAX-Werte (Aktien), Wertpapierfonds, gemischte Fonds, offene Immobilienfonds, Genussscheine
  • Anlageziel: Wachstumsorientierter Kapitalaufbau unter Berücksichtigung der Kurs- und Kapitalrisiken aus eventuell auftretenden Kursverlusten oder Währungsschwankungen

Risikoklasse 4:

  • Wie Risikoklasse 3, zuzüglich Zertifikaten und Optionsscheinen
  • Anlageziel: Spekulativer Vermögensaufbau unter Nutzung von Instrumenten mit Hebelwirkung zum überdurchschnittlichen partizipieren an Marktbewegungen, Absicherung bestehender Portfolios

Risikoklasse 5:

  • Wie Risikoklasse 4, zuzüglich Futures und Optionen
  • Anlageziel: Hochriskante Spekulation zur Erwirtschaftung sehr hoher Renditen bei gleichzeitig extrem hohen Verlustrisiko, Absicherung bestehender Portfolios

Risikoklasse 6:

  • Exotische Optionsscheine, Derivate, Kryptowährungen
  • Anlageziel: Hohes Verlustrisiko mit Aussicht auf sehr hohe Renditen. Hoffnung einen großen Treffer zu landen. Absicherung bestehender Portfolios.

Die Aufzählung ist exemplarisch, unterliegt einem dynamischen Prozess und stellt somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit dar. Aufgrund der Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten, insbesondere der Finanzkrise, sind kurzfristige Änderungen jederzeit möglich.

Finanzsituation

Die Risikoneigung sollte unter anderem von der individuellen finanziellen Lage bestimmt werden. Grund: Anleger mit einem soliden finanziellen Polster können mögliche Verluste weitaus besser verkraften als weniger vermögende Anleger und daher auch ein höheres Risiko eingehen.

Grundsätzlich gilt jedoch, dass Anleger niemals alle Ersparnisse an der Börse investieren sollten. Als finanzielle Reserve sollten stets rund drei Netto-Monatsgehälter – beispielsweise auf einem gewinnbringenden Tagesgeldkonto angelegt werden. Nur dann geraten Sparer bei unvorhersehbaren Ausgaben nicht in die Bredouille.

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