Aktienfonds Rendite: Wie entwickeln sich Aktienfonds?

Grundsätzlich gilt: Der Durchschnitt der Fonds erwirtschaftet in der Regel weniger Rendite als eine Direktanlage an der Börse.

Vorsicht: Viele wollen kassieren

Versprechungen in Hochglanzprospekten sind keine Gewinngarantie. Obwohl Fonds eine breitere Risikostreuung bieten, als dies beim Kauf einzelner Aktien möglich ist, haben auch Fondsmanager schon so manchen Flop gelandet. Es muss auch berücksichtigt werden, dass erst einmal die Werbeaufwendungen, die Provisionen der Vertreter oder die Verwaltungsgebühren bezahlt werden müssen, ehe etwas für den Anleger übrig bleibt. Dies sollte besonders dann beachtet werden, wenn du dein Geld einem der so genannten Strukturvertriebe anvertraust. Ehe du etwas verdienst, kassieren erst einmal viele andere in der hierarchisch aufgebauten Organisation. Du könntest deiner Bank auch ohne Vermittler sagen, welche Fonds oder Aktien du kaufen möchtest.

Wertentwicklung der Fonds

Grundsätzlich gilt: Der Durchschnitt der Fonds erwirtschaftet in der Regel weniger Rendite als eine Direktanlage an der Börse. Dies zeigt sich beim Vergleich der durchschnittlichen Wertentwicklung der deutschen Aktienfonds mit der Entwicklung des Dax. Ein Fonds bildet in seiner Wertentwicklung die Kurse nur nach. Wenn der Fonds den Dax genau nachbildet, erzielen die Anleger eine schlechtere Verzinsung, weil sie beim Fondskauf Ausgabeaufschläge bezahlen müssen, die es beim direkten Aktienkauf nicht gibt. Nur Fonds, die es schaffen, sich auf Aktien mit überdurchschnittlichen Kursen zu konzentrieren, können höhere Zuwächse erzielen.

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Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass dies auch gelingt. Ein gutes Abschneiden in der Vergangenheit garantiert nicht den Erfolg in der Zukunft – selbst wenn diese Fonds über mehrere Jahre den Index geschlagen haben.

Ruhm ist vergänglich

Zudem gilt auch für Fondsmanager: Ruhm ist vergänglich. Das zeigt das spektakuläre Beispiel des Morgan Grenfell „Capital Growth Fonds“, des besten europäischen Aktienfonds des Jahres 1995. Nur wenige Monate später stürzte er jäh ab. Das Fondsmanagment hatte sich wild verspekuliert. Die Kursrückschläge werden oft erst nach Jahren – wenn überhaupt – wieder ausgeglichen.

Auf und Ab in den Hitlisten

Fonds rutschen die Hitlisten rauf und runter. Das hängt nicht nur mit dem Geschick des Managements zusammen, sondern ist auch die Folge von Börsentrends. Wenn gerade Großunternehmen wie DaimlerChrysler, Deutsche Bank und Allianz gefragt sind, dann profitieren davon die Fonds, die auf „Blue Chips“ in der Auto-, Banken-, oder Versicherungsbranche gesetzt haben. Sind aber gerade mal die Unternehmen aus der zweiten Reihe wie Fresenius, Merck oder Pro Sieben gefragt, dann profitieren die Mid-Cap Fonds.

Deshalb legen die Kapitalanlagegesellschaften auch so viele Fonds auf. Nach der Wahrscheinlichkeitstheorie haben sie dann so viele Pfeile im Köcher, dass eine höhere Trefferquote garantiert ist. Mit den erfolgreichen Fonds wird dann geworben.

Sparen mit „Turbo-Effekt“

Auch für den privaten Anleger gilt: Wer sich über Jahrzehnte eine finanzielle Absicherung für sein Alter aufbauen will, kann schon mit relativ kleinen regelmäßigen Einzahlungen in Fonds ein ansehnliches Vermögen erwerben.

Das liegt neben den stetigen Einzahlungen vor allem an dem optimal genutzten Zinseszinseffekt. In einem Fonds werden ständig Erträge erwirtschaftet. Diese werden sofort wieder zu den bestmöglichen Konditionen angelegt. Dies sorgt dafür, dass beim Fondssparen im Laufe der Zeit eine Art Spar-Turbo zugeschaltet wird, der schließlich das angesammelte Vermögen immer rascher wachsen lässt.

Ein Rechenbeispiel

Die „Gut Trust Vermögensverwaltungs- und Fondsresearchgesellschaft“ in Bad Homburg legte dafür ein exemplarisches Rechenbeispiel vor. Das Unternehmen ermittelte die Anlageergebnisse bei monatlichen Anfangsraten von 30 Euro, wobei diese Sätze jedes Jahr um 10 Prozent steigen.

Ergebnis: Wer so 10 Jahre lang insgesamt 5.738 Euro in einen deutschen Aktienfonds einzahlte, kam auf rund 12.000 Euro. Der Anleger verdoppelte also sein Kapital. Wer über 30 Jahre den Sparplan einhielt und somit 59.218 Euro einzahlte, kam auf rund 250.000 Euro. Der Sparer verfünffachte also sein eingesetztes Kapital. Das Beispiel zeigt: Geld braucht Zeit, um sich zu vermehren. Je früher der Sparplan gestartet wird, um so größer ist die Rendite am Ende.

Strategie überprüfen

Wer sein Geld in Fonds anlegt, darf tolle Ergebnisse von gestern nicht einfach auf morgen übertragen. Peter Lynch, einer der erfolgreichsten Fondsmanager aus den USA, prägte dazu den Satz: „Die Zukunft kann man nicht im Rückspiegel sehen!“ Deshalb muss beim Einstieg auch bei erfolgreichen Fonds vor allem geprüft werden, ob die bisher verfolgte Anlagestrategie auch in Zukunft Erfolg haben kann.

Grundsätzlich gilt: Wer sein Geld wohldosiert und gut überlegt in Fonds anlegt, der kann – zumindest statistisch betrachtet – auf eine vernünftige Rendite rechnen. Das zeigen die Statistiken des Bundesverbandes Deutscher Investment Gesellschaften (BVI). Aber: So aufschlussreich sie auch sind, es muss immer wieder darauf hingewiesen werden, dass Prognosen aus diesen empirischen Daten nur bedingt abzuleiten sind.

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