Fonds Kosten: Welche Gebühren fallen bei Fonds an?

Wie bei jedem Anlagegeschäft fallen auch bei Fonds Kosten und Gebühren an. Der Anleger muss in der Regel mit einem ganzen Katalog an Spesen rechnen. Viele Experten kritisieren die noch immer geringe Transparenz und die Höhe der Fondskosten. Die wichtigsten Kostenarten sind:

Ausgabeaufschlag – Die unsichtbare Gebühr

Je nach Fondsart werden zwischen ein und sieben Prozent verlangt. Dieser Betrag wird bei Einzahlung der Investitionssumme verlangt. Bei monatlicher Einzahlung wird er jedesmal neu festgelegt und bei einmaliger Einzahlung einmal fällig. Beispiel: Bei einer Investitionssumme von 10.000 Euro gehen bei fünf Prozent Ausgabeaufschlag 500 Euro an die Fondsgesellschaft. Nur 9.500 Euro werden angelegt. Die Differenz von 500 Euro geht für das Fondsmanagement drauf. Diese Gebühr erscheint in den meisten Fällen nicht auf den Kontoauszügen des Anlegers. Sie wird fondsintern abgerechnet. Es ist insofern eine Art unsichtbare Gebühr. Außerdem wird dieser Punkt in einigen Beratungsgesprächen nicht einmal angedeutet.

Depotgebühr

Werden die Fondsanteile bei einer Bank aufbewahrt, ist mit einer Gebühr von mindestens 10 Euro pro Jahr zu rechnen.

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Verwaltungsvergütung

Sie betreffen die laufenden Kosten im Fonds selbst, also Provisionen für An- und Verkauf der im Fonds gehaltenen Wertpapiere. Sie betragen bei den meisten deutschen Fonds etwa 0,5 Prozent.

Sonstige Verwaltungsgebühren

Hierin enthalten sind Berichterstattungskosten oder Kosten für die Fondsprospekte. Darauf entfallen noch einmal mindestens 0,1 Prozent.

Fonds-Wechsel-Kosten

Wer innerhalb einer Fondsgesellschaft wechseln will, also zum Beispiel sein Kapital von einem Aktienfonds in einen Rentenfonds umschichten will, zahlt je nach Fondsgesellschaft eine Gebühr.

Beispiel von Fondskosten

Bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro können sich die Kosten also einmalig auf 500 Euro und pro Jahr auf zusätzlich 200 Euro summieren. Das muss ein Anleger bei seinen Überlegungen und Kalkulationen von der im Prospekt genannten Rendite abziehen, um zu einer realistischen Ertragsrechnung zu kommen. Wenn so genannte Anlageberater in die Vermittlung von Vermögensanlagen eingeschaltet sind, muss auch deren Provision noch berücksichtigt werden.

Achtung: Vermittler nehmen Provision

Wenn Anlageberater Spar- oder Vermögenspläne verkaufen, wird oft verschleiert, dass die ersten Raten als Provision in die Taschen der Vertreter fließen. Der Beginn des eigentlichen Vermögensaufbaus kann sich dadurch um Monate verschieben. Überlege deshalb immer, ob du solche Vermittler wirklich brauchst. Du kannst jede Form der Vermögensanlage, Bausparverträge, Versicherungen immer auch direkt oder über deine Bank oder Sparkasse abschließen. Höhere Renditen erzielst du bei der Einschaltung von Vermittlern selten. Sie verkaufen dir letztlich auch nichts anderes als Fondsanteile. Wenn aber sehr viel höhere Renditen versprochen werden als marktüblich, solltest du immer sehr misstrauisch sein. Das ist meist nicht seriös, und oft steht am Ende ein Totalverlust.

Hohe Kosten nicht einfach hinnehmen

Anleger müssen hohe Kosten nicht einfach hinnehmen. Der Markt ist seit einiger Zeit in Bewegung geraten. Seit sich Direktbanken, Fondsshops und freie Vermittler um die Anleger bemühen, sinken auch die Kosten. Der Markt wird nach und nach transparent. Hier einige Hinweise:

  • Wer die Bank umgeht und direkt bei der Fondsgesellschaft kauft, kann oft den Ausgabeaufschlag reduzieren.
  • Wer bei einer der Direktbanken ordert, erhält dafür Rabatte bis zu 75 Prozent auf den Ausgabeaufschlag. Dafür muss man allerdings auf Beratung verzichten.
  • Wer größere Beträge anlegen will, hat grundsätzlich immer die Chance, Kosten und Gebühren zu drücken.

Fazit: Liste der Gebühren fordern

Beim Kauf von Fondsanteilen sollte man sich peinlich genau über die Kosten unterrichten lassen. Warum nicht eine Liste der Kosten verlangen? Glücklicherweise drückt die wachsende Konkurrenz unter den Anbietern auf die Kosten und Gebühren. Doch eines ist auch klar: Wer nur auf die Kosten schaut, liegt falsch. Wichtiger noch als niedrige Fondskosten ist die Leistung des Anbieters. Ein überdurchschnittliches Fondsmanagement holt die Kosten auf mittlere und längere Sicht wieder herein. Doch Preisvergleich und selbstbewusstes Auftreten bei der Bank können sicher nicht schaden. Des Weiteren solltest du auch noch die anfallende Besteuerung von Fonds beachten.

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