Wie funktioniert die Börse: Erklärung, Tipps & Tricks!

Die Börse ist ein Marktplatz, an dem Käufer und Verkäufer zusammentreffen. Zwar passiert dies nicht wie auf dem Jahrmarkt an Buden und Ständen aber das Prinzip ist trotzdem vergleichbar. Wer eine Aktie oder Anleihe kaufen oder verkaufen möchte, der teilt dieses dadurch mit, dass er seine Absicht persönlich, per Internet oder Telefon der Bank mitteilt. Diese gibt die Order über einen Makler an die Börse weiter.

Wie läuft ein Kaufauftrag an der Börse ab?

Möchte der Kunde beispielsweise „50 Telekom-Aktien für maximal 15 Euro je Aktie kaufen“ so lautet der Auftrag an die Börse „Kauf 50 Telekom zu 15“. Damit ist der Kauf allerdings noch nicht abgeschlossen. Dieser Kaufauftrag ist erst einmal nur eine Absichtserklärung. Wie auf dem Jahrmarkt muss es nun auch jemanden geben, der diese Aktien überhaupt verkaufen möchte. Und wenn es denn jemanden gibt, so müssen auch die Preisvorstellungen übereinstimmen. Erst dann kommt es zu einem tatsächlichen Handel. Falls sich kein Verkäufer findet, so muss man abwarten ob vielleicht im Laufe der Zeit jemand zu diesem Geschäft bereit ist. Man kann natürlich auch sein Angebot erhöhen, indem man das Limit seines Kaufauftrages ändert.

Es gilt also: Ohne Käufer kein Verkauf und ohne Verkäufer kein Kauf! und zwar immer.

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Das sollte man unbedingt immer bedenken, denn selbst wenn man ein offensichtlich marktgängiges Angebot abgibt, so muss doch immer erst noch ein anderer Marktteilnehmer bereit sein, dieses zu akzeptieren. Natürlich ist die Gefahr, dass bei einem vielgehandeltem Wert wie der Telekom-Aktie kein Kontrahent gefunden werden kann recht gering, allerdings sieht es bei kleineren Nebenwerten oft schon ganz anders aus.

Wie entstehen die Kurse an der Börse?

Immer wenn ein Handel wie oben beschrieben abgeschlossen wird, kommt ein neuer Kurs zustande. Das sind die Werte, die am nächsten Tag in der Börsenzeitung zu finden sind. Da das ganze mehrmals am Tag geschieht, kann der Abdruck in der Börsenzeitung natürlich nur eine Momentaufnahme des Börsengeschehens sein, etwa zum Börsenschluss, also die sogenannten Schlusskurse. Die während der Börsensitzung ausgehandelten Kurse sind beispielsweise fortlaufend im Videotext zu finden, auf speziellen Internetseiten oder aber auf Laufbändern wie es der Fernsehsender n-tv anbietet. Der letzte Aktienkurs zeigt dabei allerdings immer nur an, wie viel diese Aktie im Moment wert war, nicht jedoch wie viel sie im nächsten Moment wert sein wird. Ein Kurs ist also immer nur eine Momentaufnahme der Vergangenheit. Trotzdem kann man danach meist recht gut entscheiden, zu welchem Kurs man wahrscheinlich kaufen oder verkaufen kann. Der letzte Kurs kann also als Entscheidungshilfe dienen, wie viel man bieten sollte oder ob man „zu jedem Preis“, also unlimitiert, kaufen oder verkaufen möchte.

Darum solltest du deine Aufträge limitieren

Da man wie oben beschrieben auch hin und wieder warten muss, bis der eigene Auftrag einen Kontrahenten findet, also ob und zu welchem Kurs jemand darauf eingeht, ist es meist sinnvoll zu limitieren. Gerade als Anfänger wird man sonst schnell einmal über den Tisch gezogen wenn man unlimitiert kaufen oder verkaufen will. Unlimitiert heißt nämlich immer, dass man zum nächsten Kurs handeln möchte und zwar egal zu welchem. Und wenn dieser sehr weit von der eigenen Vorstellung entfernt liegt kann das teuer werden. Um sich diese Enttäuschung zu ersparen ist also ein Limit die richtige Wahl. (die verschiedenen Limitarten findest du in meinem Artikel: „Welche Orderzusätze gibt es beim Aktienhandel?“ erklärt). Nur wenn man eine Aktie unbedingt, also „um jeden Preis“ haben oder loswerden will sollte man unlimitiert kaufen oder entsprechend verkaufen.

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