Stop-Loss Trading: Warum ein Stop-Loss beim Optionentrading so wichtig ist!

Wenn man kurzfristig an den Märkten spekulieren möchte, dann ist es extrem wichtig, über ein gut definiertes Risikomanagement zu verfügen. Denn nur, wer Verluste von Anfang an klein hält, ist auch vor größeren Katastrophen geschützt. Die folgende Darstellung zeigt einen beispielhaften Verlusttrade, wie er wohl bei dem einen oder anderen schon einmal aufgetreten ist:

Warum Stopp-Loss

Wenn man bei einer Option aufgrund fehlendem Stopp-Loss einen Totalverlust erlitten hat, dann ist man wahrscheinlich nicht alleine. Bei Aktien würde dass wohl nicht gleich zur Pleite führen, weil man die Verluste langfristig „aussitzen“ kann (ob man es sollte, steht auf einem anderen Blatt) – wer aber Terminkontrakte wie beispielsweise Futures tradet, der kann sich so ein Desaster nicht erlauben. Zunächst würde der Broker zusätzliche Sicherheiten, den sogenannten „Margin-Call“ verlangen. Wenn kein Geld mehr „nachgeschossen“ werden kann, dann wird er einen wohl zwangsweise aus der Position befreien – natürlich mit viel Verlust. Viele Trader haben so Unmengen an Geld verloren.

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Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie man so eine „Tradingkatastrophe“ vermeiden kann. Das ist aber im Prinzip gar kein Problem. So banal wie sich dass jetzt anhört: Du musst die Position eben nur rechtzeitig glatt stellen, um den Verlust nicht anwachsen zu lassen. Einige Trader sind hierzu allerdings nicht in der Lage – dass erklärt wohl auch einige Pleiten in diesem Geschäft.

Doch wie begrenze ich jetzt meine Verluste am besten? Eine Lösung bietet beispielsweise der Stop-Loss-Auftrag. Bei dieser Auftragsart gibt man den sogenannten Stoppkurs an, zu dem verkauft werden soll, wenn man Aktien oder Termininstrumente „long“ ist (also gekauft hat) oder zu dem zurückgekauft werden soll, wenn man in der Position „short“ ist (also leerverkauft hat, um auf fallende Kurse zu setzen). Wenn die Aktie oder beispielsweise der Futurekontrakt zu dem gewählten Stoppkurs gehandelt wurde, dann wird der Auftrag sofort zu einer unlimitierten Verkaufs- oder Kauforder. Die Position wird dann mit dem nächsten Umsatz glattgestellt.

Gewinnabsicherung per Stop-Loss

Doch diese Auftragsart bietet sich nicht nur zur Verlustbegrenzung an, man kann damit auch Gewinne absichern. Stell dir vor, du hast eine Aktie vor einem Monat bei 100 Euro gekauft. Diese Aktie steht jetzt bei 120 Euro. Du hat also bereits 20 Prozent Buchgewinn. Auf gar keinen Fall sollte jetzt passieren, dass du aus dem Buchgewinn womöglich noch einen Verlust machst.

Manche Trader sind zu gierig und sagen sich, dass die Aktie auch noch bis 200 Euro steigt. Sie unternehmen nichts und warten einfach ab. Wenn sie Pech haben, fällt die Aktie wieder in den Verlust (auweia!). Wenn ein anderer Trader sagt, er möchte bei 120 Euro verkaufen, um den Gewinn zu realisieren, dann ist das auf keinen Fall falsch. Das beste aber wäre es doch, sich das eventuelle Aufwärtspotential dieser Aktie nicht entgehen zu lassen, dabei aber einen Teil des Gewinnes abzusichern. Hier kann man jetzt die Stopp-Order als „Gewinnsicherungsinstrument“ einsetzen. Man legt beispielsweise eine Stopp-Verkaufsorder zu 110 Euro in den Markt. Wenn die Aktie weiter steigt, dann ist man noch dabei – wenn die Aktie fällt, dann hat man sich immerhin noch einen Gewinn von 10 Prozent gesichert.

Verluste begrenzen und Gewinne absichern – das hört sich zunächst recht einfach an. Die große Frage, die sich jetzt nur noch stellt, ist die nach der Platzierung der Stopps. Wo setzt man die Stopp-Orders am geschicktesten? Wenn man die Order zu nah an den aktuellen Kurs legt, dann ist das Verlustrisiko dieses Trades zwar sehr gering, die Wahrscheinlichkeit, dass man mit einem kleinen Verlust aus dem Markt „fliegt“ ist aber groß. Wenn man im Gegenzug das Stopp etwas weiter entfernt von dem Einstiegskurs setzt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass man „ausgestoppt“ wird, zwar etwas geringer, dafür aber eventuell mit einem größeren Verlust. Wo man Stopps platzieren sollte, das liegt aber in erster Linie an der jeweiligen Handelsstrategie.

Wie platziere ich den Stop-Loss?

Eine Möglichkeit, Stopps zu platzieren ist beispielsweise die Verwendung der natürlichen Stützungs-und Widerstandsbereiche eines Marktes. Als Stoppmarken dienten die natürlichen Widerstandsbereiche.

Zum Beispiel konnte man den Dax um ca. 9:20 Uhr zu ca.7084 leerverkaufen. Der Verlustbegrenzungsstopp wurde auf 7096,50 gelegt. Jetzt ist der Markt gefallen und man konnte immer wieder die natürlichen Widerstandsbereiche zur Stopp-Platzierung nutzen. Der Dax ist mittlerweile auf 6950 gefallen. Nun wird die Stoppmarke auf 6980 nachgezogen. Bis ca. 15:00 Uhr ist der Dax wieder gestiegen und die Position wurde zu ca. 6980 „automatisch“ aufgrund des nachgezogenen Stopps geschlossen.

Wichtig bei der Verwendung von Stopps ist es, dass man hierbei sehr konsequent vorgeht. Man muss bei einem Trade, bevor er eröffnet wird, genau planen wie man Gewinne und wie man Verluste behandelt. Wenn man einmal einen Verlustbegrenzungsstopp platziert hat, dann darf dieser niemals so korrigiert werden, dass man dem Trade mehr „Raum“ gibt. Wenn so etwas passiert, dann würde man das anfänglich geplante Risiko des Trades erhöhen, was im Regelfall die Performance deutlich verschlechtert.

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