S&P 500 Future: Was genau ist das?

Der deutsche Dax hat einen Future, der amerikanische Aktienindex Standard & Poor’s 500 (S&P 500) sogar zwei: Den S&P 500 Future und den E-Mini S&P 500 Future. Der S&P 500 Future ist 250 mal so viel wert, wie der S&P 500. Das ergibt bei einem Indexstand von 1150 Punkten stolze $ 287.500.

Da man feststellte, dass die Kontraktgröße für manchen Investor etwas groß ist, hat man zusätzlich den etwas „kleinanlegerfreundlicheren“ sogenannten E-Mini S&P 500 Future eingeführt. Der E-Mini S&P 500 Future ist 50 mal so viel wert, wie der Index, das heißt, wenn der S&P 500 bei 1150 notiert, dann hat der Kontrakt einen Gegenwert von „nur“ noch $ 57.500.

Die S&P 500 Futures verfallen wie der Dax-Future vier mal im Jahr – im März, Juni, September und im Dezember.

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S&P Futures-Handelsplätze

Das „E“ im E-Mini steht für „electronic“, denn er wird fast ausschließlich an der Computerbörse Globex2 gehandelt, also vergleichbar mit unserem Dax-Future, den man auch nur an der Computerbörse EUREX handeln kann. Außer, wenn ein sehr großer Auftrag von über 30 Kontrakten auf einmal aufgegeben wird, dann geht die Order aufs Parkett zu einem speziellen „E-mini pit broker“ weiter.

Der größere Bruder des E-Mini S&P 500 Futures, der klassische S&P 500, wird im Gegensatz zum „Mini“ auch noch traditionell auf dem Parkett der Chicago Mercantile Exchange (CME) gehandelt. Wenn bei uns in Deutschland Kaffeezeit ist, dann geht es an der CME erst richtig los. Denn um 15:30 Uhr unserer Zeit startet der Handel der Index-Futures auf dem Parkett. Beim Blick auf das Parkett sieht man pure Hektik. Menschenmassen in verschiedenfarbigen Jacken geben zackige Handzeichen und der Lärmpegel erinnert fast an ein Rockkonzert.

Damit man im geschäftigen Durcheinander den Überblick behält, tragen die Händler Jacken in unterschiedlichen Farben. Rote Jacken werden beispielsweise von Mitgliedern oder Brokern der CME getragen, die in den Pits handeln.

Trading Pits

Pits oder auch Trading Pits sind die Plätze, an denen die Händler die Futurespreise bestimmen, die sich natürlich kontinuierlich ändern. Es gibt für jedes Produkt, wie auch für den S&P Future ein Trading Pit.

Alle Händler in den Pits sind Mitglieder der CME. Es sind zum Beispiel private Spekulanten, die in ihre eigene Tasche handeln oder Broker, die für Kunden der Broker-Firmen arbeiten.

Der S&P 500 Future wird von verschiedenen Marktteilnehmern gehandelt. Es gibt, wie wahrscheinlich in den meisten Futures-Märkten Spekulanten, die versuchen, von den Kursschwankungen zu profitieren, Hedger, die Aktiendepots gegen Preisschwankungen absichern wollen und natürlich Arbitrageure, die Unterschiede zwischen aktuellem und theoretischen Kurs heraushandeln.

Um 22:15 Uhr unserer Zeit wird der Handel auf dem Parkett der CME beendet, und die meisten Marktteilnehmer können sich auf den Feierabend vorbereiten. Der Handel im S&P 500 Future wird allerdings nur für eine halbe Stunde eingestellt, denn ab 22:45 Uhr unserer Zeit wird schon der nächste Handelstag eingeläutet – zwar nicht auf dem Parkett, dann aber an der Computerbörse Globex2, wo der klassische S&P 500 Future ab 22:45 Uhr weitergehandelt wird.

Der E-Mini S&P 500 Future kann wochentags theoretisch sogar 24 Stunden mit Ausnahme von 22:15 Uhr bis 22:45 Uhr an der Globex2 gehandelt werden. Die Pause dient dem Abschluss des alten und dem Start des neuen Handelstages. Am Freitagabend ab 22:15 Uhr unserer Zeit wird der Handel aufgrund des Wochenendes bis Montagmorgen 01:30 Uhr auch an der Computerbörse eingestellt.

Vorteile des S&P 500

Da der S&P 500 Future 24 Stunden handelbar ist, ergeben sich wesentliche Vorteile, weil die Marktteilnehmer beispielsweise jederzeit auf News reagieren können. Für den Trader ist die Handelszeit, in der das Parkett geschlossen ist jedoch eher uninteressant, da die Umsätze und die Kursbewegungen an der Globex2 stark zurückgehen. Die meisten Marktteilnehmer werden zu den regulären Handelszeiten, also von 15:30 Uhr bis 22:15 Uhr tätig sein und zur Liquidität des Marktes beitragen. Den S&P 500 Future auch von Deutschland aus zu handeln ist kein Problem mehr, und wird von fast jedem Brokerhaus ermöglicht. In diesem Sinne: „Good Trading“!

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