Futures Trading: Die Grundlagen um erfolgreich Futures traden zu können!

Um in den Futuresmärkten langfristig bestehen zu können, ist es notwendig, systematisch zu handeln und nicht einfach „aus dem Bauch heraus“ Entscheidungen zu treffen. Um das Handeln zu systematisieren, braucht man also einen Ansatz (Handels- oder Tradingansatz), der bereits in der Vergangenheit auf statistischer Grundlage ein positives Ergebnis geliefert hat. Neben der Handelsdisziplin, die noch an anderer Stelle besprochen wird, entscheidet dieser Handelsansatz mit über Gedeih oder Verderb eines Traders.

Zunächst: Der Handelsplan und Grundregeln

Wie bei einer Selbständigkeit in anderen Wirtschaftsbereichen muss eine Tätigkeit, die das Futures Trading als Erwerbsquelle vorsieht, möglichst umfassend vorbereitet werden. Die Ausarbeitung eines Handelsplans steht hierbei am Beginn jedes Tradingprojektes, denn nur mit einem detaillierten Handelsplan kann man auf Dauer an der Börse erfolgreich sein! Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich davor warnen, ohne Vorbereitung zu handeln, also ohne Konzeption ins „Haifischbecken“ Börse (wie es einmal ein bekannter Händler formuliert hat) zu springen. Im Folgenden sollen alle Schritte, die für einen Handelsplan von Bedeutung sind, vorgestellt werden.

Um ein erfolgreiches System entwickeln zu können, ist es essentiell, vorab eine Zielfunktion zu definieren: Es sollte hierbei versucht werden, bei einem gegebenen Chance/Risiko-Verhältnis den maximalen Profit zu erlangen. An nächster Stelle steht die Selektion geeigneter Terminmärkte. Die große Anzahl an weltweit verfügbaren Terminkontrakten macht die Auswahl nicht leicht: Es gibt diverse Kriterien für die Handelbarkeit von Märkten, die an dieser Stelle aufgeführt werden sollen:

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  • Liquidität des Marktes (möglichst nur in umsatzstarken Märkten handeln)
  • Margin-Höhe in Relation zum zur Verfügung stehenden Spekulationskapital
  • Volatilität des Marktes (wie groß und wie schnell sind Kursbewegungen innerhalb einer gewissen Zeitspanne)

Welche Kennzahlen geben Aufschluss über die Liquidität?

Eine sinnvolle Messgröße für die Liquidität verschiedener Märkte ist das „Volumen“ (Anzahl der gehandelten Future-Kontrakte) sowie das „Open Interest„. Grundsätzlich ist der umsatzstärkste Kontrakt eines Futures immer derjenige mit der kürzesten Restlaufzeit (zu Laufzeiten siehe auch in den Artikel: „Was ist ein Future?„)

Wie wichtig ist das eingesetzte Kapital?

Hätte ein Anleger beispielsweise „nur“ 10.000 Euro Spekulationskapital zur Verfügung, würde es wenig Sinn machen, sich im DAX Future zu engagieren, da hier der erforderliche Mindesteinlage (Margin) schon fast 10.000 € beträgt, und für eventuelle Verluste kein „Puffer“ mehr vorhanden wäre. In diesem Fall wäre es wesentlich sinnvoller, zum Beispiel den Eurostoxx-Future als Markt in Betracht zu ziehen, da hier der Kontraktwert erheblich niedriger ist. DAX-, EUROSTOXX- und BUND-Futures stellen in jedem Fall sehr gut handelbare Märkte dar, bei allen dreien handelt es sich um hochliquide Kontrakte mit einer Preisveränderung pro Punkt zwischen 25 € (DAX) bzw. 10 € (BUND-Future pro 0,01 Punkte und EUROSTOXX).

Die Volatilität des Marktes

Es gibt „langsame“ und „schnelle“ Märkte. Index Futures wie der DAX- oder der amerikanische S&P-Future sind allgemein recht schnelle Märkte, d. h. es können in kurzer Zeit sehr hohe Kursausschläge stattfinden. Die Volatilität ist demnach Messinstrument für Geschwindigkeit und Umfang von Kursbewegungen in Märkten. Vorteil schneller Märkte: Es können in sehr kurzer Zeit massive Gewinne gemacht werden. Nachteil: Drastische Verluste laufen ebenso schnell auf. Daher sollten konsequent Verlustbegrenzungsstops platziert werden, also die Menge des riskierten Kapitals bereits vor einem Engagement im Markt festgelegt werden.

Bei der Auswahl geeigneter Märkte sollte besonders auf Märkte mit starkem Trendverhalten geachtet werden. In einer Seitwärtsbewegung ist es praktisch nicht möglich, in den Märkten Geld zu verdienen (eine Ausnahme bilden nur die sog. „Scalper“, das sind Trader, die jeweils nur wenige Punkte mitnehmen und extrem kurzfristig agieren). Es sollten also Märkte gemieden werden, die sich hauptsächlich seitwärts bewegen, also immer innerhalb einer sehr begrenzten Kursspanne gehandelt werden.

Bedeutung von Trends

Es lässt sich ohne Übertreibung sagen, dass die Existenz von Trends für die allermeisten Handelssysteme von zentraler Bedeutung ist. Fast alle profitablen Handelssysteme folgen daher diesem Ansatz. Hieraus lassen sich folgende Prioritäten für die Entwicklung eines Handelssystems ableiten:

  • es sollte sich stets am vorherrschenden Trend orientieren
  • konsequente Begrenzung von Verlusten auf ein Minimum
  • Gewinne immer laufen lassen

Ein Trend bedeutet immer, dass sich die Kurse in eine bestimmte Richtung bewegen, ist also das Gegenteil einer Konsolidierung innerhalb derer die Kurse keine klare Richtung aufweisen. Da Geld hauptsächlich in Trendphasen verdient wird, ist es sinnvoll, eine Handelsstrategie zu entwickeln, die auf der Basis von Trends arbeitet bzw. in Marktphasen aktiv ist, in denen eine eindeutige Trendphase vorherrscht. Es ist hierbei völlig unerheblich, in welche Richtung sich der Trend bewegt, da bei Futures in beide Richtungen Geld verdient werden kann. Ein Future kann eben auch verkauft und dann billiger zurückgekauft werden.

Konsequente Begrenzung von Verlusten ist einer der wichtigsten Aspekte beim Trading, der nicht genug betont werden kann. Wenn sich der Markt nicht in die antizipierte Richtung bewegt, muss die Position geschlossen werden! Es können nicht alle Signale erfolgreich sein. Verluste sind Bestandteil eines jeden Systems. Auch hochprofessionelle Trader und Händler machen immer wieder Verluste. Ihr Geheimnis, in den Märkten zu bestehen ist es jedoch, die Verluste klein zu halten, Gewinne hingegen laufen zu lassen. Ein großer Gewinn nämlich gleicht mehrere kleine Verluste aus. Vor diesem Hintergrund wird es verständlich, dass auch Systeme, die nur eine Trefferwahrscheinlichkeit von 30 oder 40 % haben, profitabel arbeiten können. Viele erfolgreiche Trader machen mit nur 5 % ihrer Trades 95 % ihrer Gewinne. Das heißt, 95 % der aufgelaufenen Signale bringen kleine Gewinne und kleine Verluste, die restlichen 5 % hingegen die großen Gewinne. Der Erfolg liegt hierbei in einer konsequenten Minimierung bzw. Begrenzung von Verlusten.

Trendidentifikation

An den Terminbörsen werden häufig gleitende Durchschnitte zur Trendidentifikation herangezogen. Hierbei zeigt der Verlauf dieser Durchschnitte die Richtung des Trends an. Hierzu ist die grafische Darstellung der Kurse nötig, also ein Chart. Je nach gewähltem Zeithorizont des Charts (zum Beispiel 5min- oder auch Tageschart) können längerfristige oder aber auch sehr kurzfristige Trends identifiziert werden. Überdies kann auch mit Hilfe von Trendlinien (Verbinden lokaler Hoch- oder Tiefpunkte eines Charts) die Marktrichtung identifiziert werden.

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