Lohnen sich Fonds: Gibt es rentable Fonds?

Investmentfonds werden immer beliebter. Allein im letztes Jahr flossen 60,6 Milliarden Euro in Deutsche Investmentfonds. Diese hohen Zuwächse der Investmentfonds zeigen, wie attraktiv die Fonds sind. In diesem Artikel möchte ich dir aufzeigen, ob es sinnvoll ist einen Fonds zu kaufen.

Die wichtigsten Vor- und Nachteile von Fonds sind:

  • Professionelles Management des Fondvermögens: Profis verfolgen ständig das Marktgeschehen und entscheiden, wie man dein Geld am besten anlegt.
  • Verringerung des Risikos durch breite Streuung: Selbst bei kleineren Anlagebeträgen kann man sein Geld auf viele Unternehmen streuen. Das bedeutet, das Risiko einen Großteil deines Geldes in ein „schlechtes“ Unternehmen zu investieren, sinkt.
  • Fondsparpläne: Man kann z. B. 100 Euro pro Monaten in Fonds anlegen. Durch die regelmäßige Anlage eines festen Betrages kauft man bei niedrigen Preisen viele Aktien und bei Hohen wenig. Dies führt zu einer hohen Rendite.
  • Teilweise schlechtes Preis-Leistungsverhältnis: 80% der deutschen Aktienfonds mit bis zu 5 % Ausgabeaufschlag haben eine unterdurchschnittliche Rendite.

Fonds sind ein sinnvolles Investment, wenn man mittel- bis langfristig sein Geld möglichst profitabel anlegen möchte, und sich persönlich mit dem Thema Aktien und Börse so wenig wie möglich beschäftigen möchte.

Dem deutschen Anleger stehen ca. 10.000 zugelassene Fonds zur Verfügung (weltweit sind es weit über 60.000).
Um aus dieses immensen Angebot den richtigen Fonds zu finden, benötigst du einige Grundkenntnisse über Fonds.

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Welche Fondarten gibt es?

  • Aktienfonds: Investmentfonds, die überwiegend in Aktien anlegen. Das bedeutet eine Chance auf eine hohe Rendite, aber auch ein höheres Risiko. Bei Aktienfonds kann man eine Reihe von verschiedenen Anlageschwerpunkten unterscheiden, so zum Beispiel Fonds, die nur Aktien einer bestimmten Branche, eines bestimmten Landes, bestimmter Regionen oder Aktien eines bestimmten Börsenindex erwerben.
  • Rentenfonds: Rentenfonds investieren überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere wie zum Beispiel Pfandbriefe, Kommunalobligationen und Anleihen. Dieser Fond bietet stetige Erträge und ein geringes Kursrisiko.
  • Geldmarktfonds: Geldmarktfonds legen die Mittel überwiegend in Papiere wie Anleihen, unverzinsliche Schatzanweisungen, Einlagenzertifikate von Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen sowie Bankguthaben an. Die für den Fonds erworbenen Bankguthaben und Geldmarktinstrumente dürfen maximal eine (Rest-) Laufzeit von 12 Monaten haben.
  • Immobilienfonds: Diese Fonds investieren vor allem in Haus- und Grundbesitz. Um eine möglichst hohe Wertsteigerung zu erwirtschaften, werden gewerblich genutzte Mietimmobilien bevorzugt. Immobilienfonds sind für Anleger ohne großes Kapital oft die einzige Möglichkeit des Immobilieninvestments.
  • Anlagezielfond (AS-Fond): Diese Fonds sind gesetzlich geregelt und unterliegen besonderen Anlagevorschriften zum Zweck der privaten Altersvorsorge. Der Aktienanteil muss zwischen 21 und 75 % liegen. Der AS-Fond bietet ein ausgewogenes substanzorientiertes Portfolio, da er den Vorteil der Aktienanlage mit der Anlage in Rentenpapieren und auch Immobilienfonds-Anteilen kombiniert.

Fonds unterscheidet man auch nach der Art der Ausschüttung: Wenn der Fond die Zinsen, Dividenden und Kursgewinne sofort wieder investiert, spricht man von einem thesaurierenden Fond (im Gegensatz zu Fonds mit laufenden Ausschüttungen).

Bei der Auswahl des Fonds, gilt es auf folgende Kriterien zu achten:

  • Seriosität: Lass dich nicht von Hochglanzbroschüren und Traumrenditen ködern. Wähle eine große etablierte Investmentgesellschaft, die über langjährige Erfahrung verfügt.
  • Risikopotential: Auch Investmentfonds bergen Risiken, die du genau beachten solltest. Je kurzfristiger sein Anlagehorizont, desto sicherer sollte der Fond sein (Renten- und Geldmarktfond)
  • Performance: Wie hoch war die Rendite dieses Fonds (6 Monate, 1 Jahr und 3 Jahre)? Diesen Wert sollte man mit dem Marktdurchschnitt vergleichen. Bei einem Deutschen Aktienfond ist eine „gute“ Performance, wenn sich der Fond besser als der DAX rentiert hat.
  • Kosten:
    • Wie hoch ist der einmalige Ausgabeaufschlag?
    • Gibt es bei deinem Broker ein Discount auf diesen Ausgabeaufschlag?
    • Welche laufenden Kosten fallen an?
    • Welche Kosten entstehen beim Verkauf der Fonds?
    • Rechtfertigt die (überdurchschnittliche) Performance die Kosten?
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