Optionsscheine Anfänger: Diese Anfängerfehler solltest du kennen!

Wer ab und zu den Kursteil einer Börsenzeitschrift oder auch nur die Kurse im Wirtschaftsteil einer Tageszeitung überfliegt, der ist sicher schon auf „Optionsscheine“ gestoßen. Die meisten Anleger blättern vermutlich einfach weiter, denn mit dem Begriff kann der Laie zunächst kaum etwas anfangen, selbst wenn ihn der Bereich Börse und Aktien grundsätzlich interessiert.

In einer Börsenzeitschrift wirkt die Rubrik „Optionsscheine“ besonders abschreckend, weil sich neben den Kursen Unmengen von Zahlen finden, die mit wenig verständlichen Überschriften wie „Theta in %“, „Hebel theoretisch“ oder „Implizite Volatilität“ versehen sind. Andere Anleger haben möglicherweise auch bereits erste Erfahrungen im Bereich Optionsscheine gesammelt, dabei aber – leider allzu häufig durch mangelnde Kenntnisse über die Funktionsweise – viel Geld verloren und deshalb den Optionsscheinen für immer abgeschworen.

Optionsscheine unterliegen einer hohen Schwankungsbreite

Wenn man sich als Neuling einmal die Kurse genauer ansieht, staunt man meist als erstes über die teilweise enormen prozentualen Kurssprünge. Steigerungen (aber auch Kursrückgänge!) innerhalb einer Woche um 30 – 50% und mehr sind in diesem Bereich keine Seltenheit. Spätestens jetzt wird man als Anleger vielleicht doch etwas neugierig, was sich hinter dem Begriff „Optionsschein“ wohl verbergen mag und ob man mit derartigen Kurssprüngen nicht auch selbst Geld verdienen könnte.

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Was Optionsscheine sind, warum so starke Kurssprünge entstehen können und welche Chancen und Risiken mit Optionsscheinen verbunden sind – das alles soll in diesem Artikel für Einsteiger erläutert werden. Ich versuche dabei besonders auf die Verständlichkeit der Informationen achten. Vorausgesetzt werden allerdings Grundkenntnisse über die Vorgänge an den Aktienmärkten. Wer sich mit der Anlageform der Aktie noch nicht auskennt, der sollte das Thema Optionsscheine vorerst links liegen lassen und sich erst mit den grundsätzlichen Vorgängen an den internationalen Finanzmärkten befassen.

Aus Anfängerfehlern muss man lernen

Das man auf jedem neuen Gebiet erst einmal unsicher ist und Fehler macht, ist normal. Jeder hat einmal angefangen, und wenn man aus Fehlern lernt, hat jeder Ausrutscher sogar etwas Gutes an sich.

Leider können Fehler auf dem Optionsscheinmarkt jedoch innerhalb sehr kurzer Zeit sehr teuer werden. Damit dir ein paar Anfängerfehler hoffentlich erspart bleiben, hab ich hier die am häufigsten beobachteten Anfängerfehler zusammengestellt und aufgezeigt, warum dabei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Verluste entstehen. Von den folgenden Beispielen begeht der Neuling bei einem Optionsscheinkauf oft gleich mehrere Fehler gleichzeitig, da die einzelnen Fälle über die Mathematik, die hinter Optionsscheinen steht, untereinander in Zusammenhang stehen.

Ist der Hebel alles?

Besonders bitter ist es, wenn Verluste durch schlichte Unkenntnis einfacher Zusammenhänge entstehen. So finden sich immer wieder Anleger, die von den Kennzahlen Delta und Omega offensichtlich noch nie etwas gehört haben und der Ansicht sind, die Kennzahl „Hebel“ gebe an, um wie stark sich der Optionsscheinkurs verändert, wenn sich der Kurs des Basiswerts um 1 % bewegt. Das ist falsch! Nicht die Kennzahl „Hebel“ gibt den wirklichen Hebel eines Scheins an, sondern die Kennzahl „Omega“ bzw. „effektiver Hebel“! Es lassen sich zahlreiche Optionsscheine mit drei-, ja sogar vierstelligem Hebel finden, doch bei einem Delta nahe 0 nützt das herzlich wenig, da dann auch das Omega entsprechend niedrig ist. Falls du darüber mehr wissen möchtest, lies unbedingt Teil 7 dieser Einsteigerserie.

Kursziel = Basispreis? Reserven haben!

Viele Neulinge begehen den Fehler, ein Kursziel für den entsprechenden Basiswert festzulegen und sich dann einen Optionsschein weit aus dem Geld herauszusuchen, bei dem der Basispreis dem Kursziel entspricht. Das kann bei sehr langer Restlaufzeit des Optionsscheins gut gehen, oftmals endet ein solches Engagement aber mit einer herben Enttäuschung. Besonders schlimm wird diese ausfallen, wenn der Zeitpunkt, zu dem das Kursziel erwartet wird, auch noch der Restlaufzeit des Optionsscheins entspricht. Ein Problem scheint durch die vergangenen Kurssteigerungen am Neuen Markt auch die Realitätsferne der Anleger zu sein. So wird oftmals wie selbstverständlich mit einer Kurssteigerung des Basiswerts um 100 % oder mehr gerechnet, so dass die Spekulation allein schon aufgrund des überzogenen Kursziels zum Scheitern verurteilt ist. Gewiss, solche Kurssteigerungen kommen vor, aber ob nun ausgerechnet DU den Wert erwischt, bei dem sie eintritt? Geh lieber von wahrscheinlichen Kurszielen aus.

Extrembeispiel: Ein Anleger erwartet einen Kursanstieg einer Aktie von aktuell 125 auf 250 in einem Jahr. Er wählt einen Call mit Basispreis 250 und einer Restlaufzeit von einem Jahr.

Dieser Anleger sollte sich immer vor Augen halten: Selbst wenn sein gesetztes Kursziel erreicht wird, ist sein Schein wertlos, wenn sein Kursziel am Ende der Laufzeit tatsächlich erreicht wird! Der innere Wert des Scheins beträgt nun exakt null, der Zeitwert aufgrund der abgelaufenen Restlaufzeit ebenfalls null. Er erleidet einen Totalverlust seines eingesetzten Kapitals – obwohl die mutige Kursprognose einer Verdopplung der Aktie richtig war!

Stell dir nun vor, …

  1. … das Kursziel wäre bei weitem verfehlt worden! Er hätte seinen Totalverlust noch viel früher erlitten.
  2. … er hätte eine deutlich längere Restlaufzeit gewählt, um „Reserve“ zu haben: Sein Schein hätte zumindest noch ein wenig Zeitwert.
  3. … er hätte einen Basispreis von etwa 120 oder auch 140 gewählt: Sein Schein hätte einen enormen inneren Wert, er wäre wohl deutlich in der Gewinnzone trotz des Zeitwertverfalls am Ende der Laufzeit.
  4. … er hätte lange Laufzeit UND tiefen Basispreis gewählt: Er wäre nicht nur aufgrund des inneren Wertes dick im Plus, auch der Zeitwertverlust wäre um ein Vielfaches geringer, da dieser erst in den letzten Monaten der Laufzeit stark zunimmt.

Natürlich wäre der Schein zum Zeitpunkt des Kaufs um ein Vielfaches teurer gewesen. Aber was hast du von einem Schein, den du für wenige Cent gekauft hast, mit dem du aber letztendlich dennoch einen Totalverlust erleidst? Dazu weiter unten mehr.

Optionsscheine auf volatile High-Tech-Werte

Viele Anleger versuchen, die ohnehin schon gewaltigen Kurssprünge bei High-Tech- oder andere Nebenwerten noch mit der steigernden Hebelwirkung von Call- oder auch Put-Optionsscheinen (sofern vorhanden) auszunutzen. Hierzu kann ich nur folgenden Rat geben: Schau dir die implizite Volatilität, Aufgeld und Omega des Scheins genau an. Mit einem jährlichen Aufgeld von mehr als 40 % gehst du ein sehr hohes Risiko ein, das sollte wenigstens mit einer halbwegs akzeptablen effektiven Hebelwirkung belohnt werden.

Ein Call-Schein mit einem Omega von 1,4 steigt um 1,4 %, wenn die Aktie um 1 % steigt. Schon etwas mager, findest du nicht? Dazu erleidest du jedoch auch noch den permanenten Zeitwertverlust des Optionsscheins. Weiterhin besteht – neben der Tatsache, dass deine Erwartung gegenüber dem Basiswert falsch sein kann! – das Risiko, dass die Volatilität des Basiswerts abnimmt, der Emittent die implizite Volatilität zurückschraubt und dein Schein dadurch möglicherweise stark an Wert verliert. Ist es da nicht vielleicht klüger, den Basiswert selbst zu kaufen…? Spätestens ab einem Omega von deutlich weniger als 2 solltest du dir diese Frage stellen.

Eine implizite Volatilität von mehr als 100 % stellt ebenfalls ein enormes Risiko dar. Beruhigt sich der Basiswert und die Volatilität fällt auf 70 % oder 80 %, musst du einen starken Kursrückgang des Optionsscheins hinnehmen.

Das Problem bei Scheinen auf kleinere High-Tech-Aktien oder auch andere Nebenwerte sind meist die Basiswerte selbst: Sie schwanken so stark, daß der Emittent Probleme hat, permanent seine Positionen abzusichern. Hinzu kommt das Problem, dass bei kleineren Werten häufig wenig Liquidität vorhanden, der Handel an der Börse also nicht ganz einfach ist und schon kleinere Orders den Kurs beeinflussen können. Daher muss der Emittent diese Scheine teurer, also mit höherer impliziter Volatilität (evtl. auch größerem Spread), verkaufen. Dies schmälert das Verhältnis Aktienkurs/Optionsscheinkurs und damit auch Hebel und Omega. Puts auf kleine High-Tech- und manche Nebenwerte sind oftmals gar nicht vorhanden, und wenn doch, dann sind die Kennzahlen meist derart haarsträubend, dass man schlicht die Finger davon lassen sollte. Finde dich damit ab, dass du an fallenden Kursen bei solchen Aktien leider nichts verdienen kannst.

Ich will nicht generell von Optionsscheinen auf die betreffenden Aktien abraten. Durch die starken Kurssprünge beim Basiswert kann man besonders mit Call-Optionsscheinen durchaus Treffer landen. Halte dich vor allem an größere Werte wie beispielsweise Siemens, Apple, SAP, Sun Micro, Dell Computer oder Intel. Aber frage dich stets, ob die Hebelwirkung das Risiko, das im Aufgeld bzw. der impliziten Volatilität steckt, rechtfertigt. Ein paar Tipps zur Verminderung des Risikos bei hoher Volatilität findest du in Teil 9 dieser Serie.

Optionsscheine auf Neuemissionen

Einige Emittenten bieten bereits vor dem Börsenstart Optionsscheine auf Neuemissionen an. Von solchen Scheinen kann ich insgesamt nur dringend abraten! Erstens kann sich der Emittent praktisch nicht gegen Kursrisiken absichern, da die neue Aktie eben noch nicht oder nur begrenzt außerbörslich gehandelt wird. Das ist der erste Faktor, der die Scheine meist exorbitant teuer macht. Zum zweiten steht ja noch gar kein fester Kurs für die Aktie fest! Die Graumarktkurse haben sich allzu häufig als nur sehr ungenauer Anhaltspunkt erwiesen. Welchen Kurs soll man also als Kurs des Basiswerts zugrundelegen? Da der Emittent natürlich keinesfalls Verluste erleiden will, setzt er bei einem Call den Kurs, mit dem er kalkuliert, im Zweifelsfall lieber etwas höher an, was den Optionsschein zusätzlich verteuert. Und drittens: Es liegen noch keine Daten zur Volatilität vor! Auch hier kalkuliert der Emittent – zu Recht – vorsichtig und setzt erstmal eine recht hohe implizite Volatilität an.

Alle drei Faktoren zusammen machen die Scheine höchst riskant. Warte deshalb einfach, bis die Aktie eine Weile an der Börse gehandelt wurde, dann stehen auch die Parameter für das Optionspreismodell fest und die implizite Volatilität kann besser geschätzt werden.

Optisch billige Scheine: Warum sind sie so billig?

Wenn man als Neuling einen Schein sieht, der nur wenige Cent kostet, dann denkt man sich oft: „Toll, wenn der nur auf einen Euro steigt, mache ich ja 2000 % Gewinn!“ Aber überleg dir doch erst einmal, warum der Schein so billig ist! Nur weil die meisten Optionsscheine im Bereich zwischen einem halben Euro und 10 Euro stehen, heißt das doch nicht, dass dieser Schein solche Kurse bestimmt auch einmal erreicht! Könnte es sein, dass der Schein leicht aus dem Geld und die Restlaufzeit extrem kurz ist? Könnte es sein, dass trotz längerer Restlaufzeit der Basispreis des Scheins hoffnungslos weit vom aktuellen Kurs entfernt ist? In beiden Fällen ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Optionsschein am Laufzeitende einen inneren Wert hat, sehr gering, und deshalb ist auch der Schein so billig – eben weil er praktisch nichts wert ist! Auch ein Anstieg des Basiswerts um ein paar Prozent ändert daran meist nichts, deshalb rührt sich der Optionsscheinkurs auch trotz Veränderungen beim Basiswert oft nicht vom Fleck.

100 % Verlust sind 100 % Verlust!

„Der ist so billig, tiefer kann der eigentlich gar nicht mehr fallen…“ Hast du dir das nicht auch schon mal gedacht bei einem Schein, der nur wenige Cent kostet? Das ist natürlich Unsinn. Jeder Optionsscheinkurs kann den Wert null annehmen, auch wenn der Emittent ihn meist kulanterweise (er ist nicht dazu verpflichtet!) zu 0,01 Euro, oft aber auch nur für 0,001 Euro zurückkauft. Wenn du einen Totalverlust erleidest, so ist es egal, ob du den Schein bei 5,00 Euro oder 0,05 Euro gekauft hast. Du verlierst in jedem Fall 100 % deines eingesetzten Kapitals!

Großer Spread bei vielen Scheinen, Probleme bei großen Stückzahlen!

Ein weiteres Problem wird oft übersehen: Bei einem solchen Schein finden in der Regel kaum Börsenumsätze statt, du kaufst also zum Briefkurs des Emittenten. Steht ein Schein bei EUR 0,01 Geld/0,03 Brief, dann kaufst du den Schein nicht für 0,01 Euro, sondern für 0,03 Euro. Das heißt, der Optionsschein-Geldkurs muss erst einmal um 200 % steigen, damit du verlustfrei zum neuen Geldkurs verkaufen kannst! Und 200 % sind selbst bei hoher Hebelwirkung (die bei solchen Scheinen ohnehin in der Regel nicht greift) ziemlich viel…

Und noch eine Falle droht bei solchen „penny-warrants“: Überleg dir einmal, wie viel Geld du investieren willst. 1.000 Euro? 2.000 Euro? Und nun rechne aus, welche Stückzahl des Optionsscheins du dafür bekommst. Die angegebenen Emittentenkurse des Optionsscheins gelten aber nur für eine bestimmte Höchststückzahl, meist etwa 5.000 bis 10.000, manchmal auch nur 1.000 Stück. Bei höheren Stückzahlen wird meist der Spread, also die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs, massiv ausgeweitet, so dass die Kurssteigerung des Scheins noch um ein Vielfaches größer sein muss, um verlustfrei verkaufen zu können! Stell dir vor, der neue Kurs des Scheins ist nicht mehr EUR 0,01 Geld/0,03 Brief, sondern EUR 0,01 Geld/0,06 Brief! Der Emittent macht dies nicht aus bösem Willen, sondern weil er die offene Position ja auch absichern muss. Wenn du 100.000 oder 500.000 Stück von einem Call-Schein kaufst, muss der Emittent, wenn er sich absichern will, eine exorbitant hohe Menge des Basiswerts an der Börse kaufen, und das kann im Extremfall selbst bei liquiden Aktien schwierig werden, da er durch seine Nachfrage den Kurs der Aktie selbst in die Höhe treibt. Daher ist er gezwungen, den Spread auszuweiten.

Die genannten Fehler zum Thema „Optisch billige Scheine“ lassen sich durch die Beachtung einer sehr einfachen Grundregel vermeiden, die generelle Gültigkeit hat und die du dir zu eigen machen solltest: Kauf keine Scheine mit einem Delta von weniger als 0,3. Das Delta kann, wie schon bereits in Teil 7 angesprochen, als „Ausübungswahrscheinlichkeit“ interpretiert werden. Liegt diese bei weniger als 30 %, reagiert der Optionsschein oft nicht mehr oder sehr unberechenbar auf Änderungen des Basiswerts. Änderungen der impliziten Volatilität haben starke, aber eben nicht vorhersehbare Kurssprünge nach oben wie nach unten zur Folge. Ach ja, und noch ein letzter Hinweis…

„Pushen“ zwecklos

Es gibt immer noch Leute, die glauben, indem sie einen Optionsschein auf allen Internet-Boards empfehlen, könnten sie über die Nachfrage dessen Kurs in die Höhe treiben, um dann selbst mit Gewinn zu verkaufen. Für diejenigen noch ein letztes mal: Der Kurs eines Optionsscheins kommt nicht durch Angebot und Nachfrage zustande!* Ein Optionsschein ist ein mathematisches Produkt, dessen Kurs sich nur anhand der zugrunde gelegten Optionspreisformel errechnet, in die alle Parameter wie aktueller Kurs des Basiswerts, Restlaufzeit, Zinssatz, implizite Volatilität usw. eingehen. Der einzige, der den Kurs eines Optionsscheins beeinflussen kann, ist der Emittent, und zwar über den Parameter der impliziten Volatilität. Außerdem bestimmt er den Spread des Optionsscheins, also die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs. Nur innerhalb dieser geringen Spanne kann sich an der Börse ein Kurs aus Angebot und Nachfrage bilden. Maßgeblich für den Kurs eines Optionsscheins sind ansonsten ausschließlich die Vorgaben des Emittenten.

*Eine Ausnahme hiervon wäre eine extreme Marktsituation, die es für den Emittenten erforderlich macht, den Preis des Optionsscheins manuell anzupassen. In einem solchen Fall kann es etwa dazu kommen, dass der Emittent die riesigen Aktienpakete, die er für das Hedging erwerben muss, aufgrund der zu erwartenden massiven Kursbeeinflussung nicht an der Börse kaufen kann, sondern außerbörslich zu einem höheren Preis erwerben muss. Um nicht die implizite Volatilität erhöhen zu müssen, wird dieser außerbörsliche Preis dann als fiktiver aktueller Kurs des Basiswerts in die Optionspreisformel eingerechnet und führt zu einem höheren Preis des Optionsscheins, so dass die Mehrkosten beim Verkauf der Scheine wieder hereingeholt werden. Für eine Beeinflussung des Optionsscheins auf diese Weise muss allerdings schon eine absolute Ausnahmesituation vorliegen, beispielsweise die Empfehlung des betroffenen Optionsscheins in einer Fernsehsendung oder ähnliches.

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